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Damerius (Heinze), Hildegard

geb. Fehlig
* 29.1.1910, † 3.5.2006
Juristin, Vorsitzende des Petitionsausschusses der Volkskammer

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Duisburg-Beeck; Vater Kaufmann u. bis 1944 Dir. der Thyssen AG in Leipzig; 1921 Umzug nach Leipzig; Volksschule u. Lyzeum; 1929 Abitur; 1930 – 34 Studium der Rechtswiss. an den Univ. Leipzig, Heidelberg u. Marburg; 1934 – 38 Referendarin im sächs. Justizdienst; 1938 Prom. zum Dr. jur.; 1936 Bekanntschaft u. 1939 Heirat mit Wolfgang Heinze; 1939 – 44 Mitarb. im Arbeitsamt Leipzig; Teiln. an illeg. Arbeit, Verbindung zur Widerstandsgr. um Georg Schumann, 3.8.1944 Verhaftung, Nov. 1944 Verurteilung durch den VGH zu zwei Jahren Gefängnis (Ehemann Wolfgang Heinze wurde zum Tode verurteilt); Haft in Dresden u. in Leipzig-Meusdorf.
1945 Mitarb. in der Landesverw. Sachsen, Ltr. des Arbeitseinsatzes im Landesarbeitsamt; zeitw. Mitarb. im Büro d. Ministerpräs. d. Landes Sachsen u. Ltr. der Abt. Soziale Fürsorge im Ressort Wirtschaft u. Arbeit der sächs. Landesreg.; 1945 / 46 KPD / SED; 1946 – 48 Präsidentin des Landesarbeitsamts Sachsen; 1948 / 49 Leiterin der Abt. Kontrolle u. Statistik in der Dt. ZV für Justiz; 1949 Ltr. der Hauptabt. Revision u. Kontrolle im Min. für Justiz; Frühjahr 1950 Einsatz als Instrukteurin bei den Prozessen in Waldheim; 1951 / 52 ltd. Mitarb. in der Generalstaatsanwaltschaft der DDR; 1952 – 64 Sektorenltr. im Min. für Arbeit bzw. beim Komitee für Arbeit u. Löhne; 1949 – 54 Mitgl. des Dt. Volksrats bzw. Abg. der Volkskammer, 1950 – 54 Vors. des Petitionsaussch. der Volkskammer; 1959 Heirat mit  Helmut Damerius; ab 1964 VdN-Rentnerin.
1992 – 94 Ermittlungsverfahren wg. Beteiligung an den Waldheimer Prozessen, 1994 Einstellung des Verfahrens; gest. in Berlin.

AnH

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