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Dammbeck, Lutz

* 17.10.1948
Grafiker, Maler, Filmemacher

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Leipzig; Vater Rennpferdtrainer, Mutter Sekr.; 1965 – 67 Abendakad. an der Leipziger HS für Grafik u. Buchkunst; Abitur; Studium Buchgestaltung bzw. Plakat an der HS für Grafik u. Buchkunst Leipzig, als Abschlußarb. Drehbuch u. Szenenbild für einen Trickfilm u. im Kollektiv die »Komplexgestaltung« eines Pressefestes der »Leipziger Volksztg.«; 1972 – 74 Wehrdienst; seit 1974 freiberufl. Grafiker u. Maler; Mitgl. im VBK u. im Verb. der Film- u. Fernsehschaffenden (VFF); mehrfacher Preisträger internat. u. nat. Plakatbiennalen u. Wettbewerbe; seit 1976 auch als Autor, Gestalter, Animator u. Regisseur von Animations- u. Experimentalfilmen versch. DEFA-Studios sowie eigener Produktion tätig; 1978 Beteilig. an der VIII. Kunstausstellung in Dresden; 1979 auf eigenen Wunsch aus VBK-Ltg.-Funktionen ausgeschieden; gem. mit den Malern  Hans H. Grimmling,  Frieder Heinze,  Günter Firit,  Olaf Wegewitz u.  Günter Huniat sowie der Fotografin K. Plessing versch. Aktions- u. intermediale Ausstellungsprojekte (Tangente 1, 1978); Hrsg. einer originalgraf. Künstlerztschr. u. Stiftung eines alternativen Kunstpreises (Mogollon-Preis); Beteiligung an der IX. Kunstausstellung der DDR in Dresden u. der Internat. Triennale der Handzeichnung in Nürnberg u. Lausanne; 1982 Beginn der Arbeit am Herakles-Konzept, einem intermedialen Projekt aus Malerei, Collagen, Installationen, Filmen u. Medieninszenierungen; ab 1983 unter Beobachtung des MfS (OV »Herakles«); seit 1984 Mediencollagen aus Malerei, Tanz, Film, Diaprojektion u. Musik u. a. am Bauhaus Dessau u. zu den Internat. Musikfestspielen Dresden; 1984 Konzept u. Teiln. am »1. Leipziger Herbstsalon«, einer außerhalb des VBK organisierten Ausstellung im Leipziger Messehaus am Markt; 1985 Ausstellungsbeteiligung an der Internat. Biennale São Paulo; 1986 Ausreiseantrag, Ausschl. aus dem VFF, Übersiedl. nach Hamburg; seit 1987 dort freiberufl. Maler u. Filmemacher, Forts. der Arbeit am »Herakles-Konzept«; ab 1988 verstärkte Hinwendung zum Dok.-Film; Preisträger versch. nat. u. internat. Animations-u. Dok.-Filmfestivals.
1990 Gründung einer eigenen Filmproduktionsfirma; 1992 Gastprof. an der FHS für Gestaltung Hamburg, dort anschl. bis 1993 Lehrauftrag; 1996 Mitgl. der Freien AdK Leipzig; 1997 Teiln. an der Ausstellung Dtl.-Bilder im Martin-Gropius-Bau Berlin; 1998 Prof. u. Ltr. einer Projektkl. für Neue künstler. Medien an der HS für bildende Künste Dresden; 1999 Teiln. an der Ausstellung Das XX. Jahrhundert, Berlin; 2005 Käthe-Kollwitz-Preis; lebt in Hamburg.
Filme: Der Schneider von Ulm. Animationsfilm 1979; Hommage á la Sarraz. Experimentalfilm 1981; Einmart. Animationsfilm 1982; Herakles Höhle. Experimentalfilm 1990; Zeit der Götter. Dok.-Film, 1993; Herzog Ernst. Animationsfilm 1994; Dürers Erben. Dok.-Film 1995; Das Meisterspiel. Dok.-Film 1998.

Publ.: Herakles Konzept. Dresden 1997.
Sek.-Lit.: Tannert, Ch.: Von der Untat des Feuerschluckens. In: Katalog L. D. – Bilder, Collagen, Aktionsdokumentationen. Bauhaus Dessau 1986; Fritsche, K., Löser, C.: Gegenbilder. Filmische Subversion in der DDR. Berlin 1996; Gillen, E. (Hrsg.): Katalog Dtl.-Bilder. Kunst aus einem geteilten Land. Martin-Gropius-Bau Berlin 1997; Straka, B.: Suchbild Herakles. In: Katalog L. D. – Herakles Konzept. Berlin 1997; Kühne, A.: Demiurg der Postmoderne. In: Süddt. Ztg. vom 17.4.1998.
AnS; IKF

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