Biographische Datenbanken

Wagner, Josef

* 13.4.1896, † 6.12.1946

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 13. April 1896 in Mallersdorf/ Niederbayern, Sohn einer kinderreichen Arbeiterfamilie; Maschinenarbeiter in Augsburg. Soldat im Weltkrieg, 1919 Mitglied der USPD, 1920 der KPD. Im Januar 1924 wegen seiner Aktivitäten im »deutschen Oktober« 1923 verhaftet, anschließend Anklage und Verurteilung vor dem Reichsgericht. 1925 Freilassung durch die »Hindenburg-Amnestie«. Später war er wieder Maschinenarbeiter in Augsburg und Betriebsrat. Im April 1932 wurde Wagner in den Bayerischen Landtag gewählt. Ab Februar 1933 illegal tätig, am 20. April 1933 festgenommen und am 24. Juli 1933 vom OLG München zu zwei Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt, danach verhängte die Gestapo »Schutzhaft«. Zunächst Häftling im KZ Dachau, ab Ende September 1939 im KZ Flossenbürg, von dort wieder zurück nach Dachau. Im November 1944 »entlassen«, mußte zur SS-Sondereinheit Dirlewanger, Fronteinsätze in Polen und Rumänien. Wagner desertierte am 15. Dezember 1944 zur Roten Armee, wurde Propagandist und Leiter des antifaschistischen Klubs in einem Kriegsgefangenenlager in den östlichen Karpaten. Hier erkrankte er an einer schweren Tbc, trotz einer Operation im Hospital starb Josef Wagner am 6.Dezember 1946 in Focsani.

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Karl Dietz Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Mai 2008. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet (Mail an herbst@gdw-berlin.de).
Karl Dietz Verlag Berlin, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin, Tel. 030 - 29 78 45 34

Zum Abkürzungsverzeichnis