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David, Kurt

* 13.7.1924, † 2.2.1994
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Reichenbach (Oberlausitz); kfm. Lehre auf einer Handelsschule; 1942 – 45 Soldat; 1945 / 46 sowj. Kriegsgef.
1946 – 48 Angest. bei der Sozialversicherungskasse; mußte seinen Wunsch, Musiker zu werden, wegen einer Kriegsverwundung aufgeben; 1948 – 52 bei der Kriminalpolizei, 1952 – 54 Kreissekr. des KB; ab 1954 freischaff. Schriftsteller, zunächst in Oberseifersdorf (Zittau), dann in Oybin; 1956 Debütroman »Die Verführten«, beschreibt die Auseinandersetzung mit der fasch. Vergangenheit; Reportagebücher »Im Land der Bogenschützen« (1962) über
die Mongolische VR u. »Polnische Etüden« (1963); Novelle über das Verhältnis zwischen Deutschen und Polen »Die Überlebende« (1972); Kinder- u. Jugendbücher: »Der erste Schuß« (1959), »Der singende Pfeil« (1962), »Der Spielmann vom Himmelpfortgrund« (1964) über Franz Schubert, »Aus dem Tagebuch eines Minderjährigen« (1964, verfilmt als FS-Mehrteiler »Freitags wird gebadet«, 1965), »Der Schwarze Wolf« (1966) über Dschingis-Khan u. Forts. »Tenggeri, Sohn des Schwarzen Wolfes« (1968), »Begegnung mit der Unsterblichkeit« (1970) über Beethoven, »Antennenaugust« (Tiergeschichte, 1975), »Rosamunde, aber nicht von Schubert« (Erzählungen, 1982), »Das weiße Ponny« (1989); illustr. Kinderbücher: »Der Bär mit dem Vogel auf dem Kopf« (1977, zus. mit Gerhard Gossmann), »Der Löwe mit der besonders schönen langen Mähne« (1978, zus. mit Horst Bartsch), »Der Khan mit den Eselsohren« (1981, zus. mit Waltraut Fischer); 1960 Alex-Wedding-Preis; 1972 – 83 als IM »Hyronumus« vom MfS erf.; 1973 NP, 1980 VVO, 1984 Lion-Feuchtwanger-Preis; gest. in Görlitz.

Sek.-Lit.: Kögel, K.: Internationalistischer Ideengehalt zu Werken Horst Beselers, Kurt Davids, Günter Görlichs und Alfred Wellms. Berlin 1980; Walther, J.: Sicherungsbereich Lit. Schriftst. u. Staatssicherheit der DDR. Berlin 1996.
IKF

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