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Wiesener, Rudolf

* 1.8.1899, † 14.8.1972

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 1. August 1899 in Braunschweig, Sohn eines Schuhmachermeisters; lernte Buchdrucker und gehörte vor dem Ersten Weltkrieg der sozialistischen Arbeiterjugendbewegung an. 1917/18 Soldat, schloß sich 1919 der KPD an, er war politischer Redakteur an verschiedenen Parteizeitungen. Als Rechter wurde er Ende 1928 ausgeschlossen und trat der KPO bei, auch in der KPO hatte er führende Funktionen inne. Mit deren Minderheitsflügel wechselte er im Frühjahr 1932 zur SAPD. 1933 flüchtete Wiesener in die âSR, gehörte zu den aktiven Unterstützern der Volksfront-Bewegung und wurde daher Ende der dreißiger Jahre aus der Partei ausgeschlossen. Während des Zweiten Weltkrieges Emigrant in Schweden. 1945 Rückkehr nach Deutschland, wieder KPD-Mitglied. Er war von 1946 bis 1947 in den ernannten Landtagen von Braunschweig und Niedersachsen sowie von Mai bis November 1946 als Arbeitsminister auch in der Landesregierung von Braunschweig. 1949 wurde Wiesener wegen Kontakten zur Gruppe Arbeiterpolitik aus der KPD ausgeschlossen. In den Folgejahren war er Arbeitsdirektor. Rudolf Wiesner starb am 14. August 1972 in Bad Harzburg.

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