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Deicke, Günther

* 21.10.1922, † 14.6.2006
Schriftsteller

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Hildburghausen; Volksschule; HJ-Führer, 1940 NSDAP; 1941 – 45 Wehrmacht (Marine), Offz.; 1945/46 brit. Kriegsgefangenschaft.
1946 Landarb. in Westdtl.; Übersiedl. in die DDR; Volontär, Kulturred., Theaterkritiker der Tagesztg. »Weimarer Abendpost«; Mitgl. der Arbeitsgemeinschaft Junger Autoren in Thür.; Kulturarbeit in der Max-Hütte Unterwellenborn; 1951/52 Lektor im Aufbau-Verlag Berlin; 1952 – 58 Red. der Ztschr. »Neue Dt. Lit.«; 1958 Mitgl. der NDPD; 1959 – 70 Lektor im Verlag der Nation; ab 1963 Mitgl. des Hauptaussch. der NDPD; 1965 Mitgl. im dt. PEN-Zentrum Ost u. West; Mitgl. des Zentralvorst. der DSF sowie des Präs. des DDR-Komitees zum Schutz der Menschenrechte; Mitgl. des Vorst. des DSV; 1968 u. 1977 Kritikerpreis der »Berliner Ztg.«; 1970 NP; 1974 Mitgl. der AdK; 1977 Ablehnung einer IM-Zusammenarbeit mit dem MfS; 1982 – 90 Präsidiumsmitgl. im PEN-Zentrum DDR; gest. in Marienbad.
Wirksam als Hrsg., u. a. der Gryphius-Auswahl »Dtl. – es werden deine Mauern nicht mehr voll Jammer stehn« (1953) u. der Anthol. »Lyrik in der DDR« (1970, mit  Uwe Berger), sowie als Lyriker u. Librettist (»Esther«, nach einer Erz. von  Bruno Apitz, Musik Robert Hanell, Ring-UA 1966 in Berlin, Frankfurt (Oder), Zeitz; »Meister Röckle« (Musik  Joachim Werzlau, Ring-UA 1976 in Berlin u. Karl-Marx-Stadt)).

Publ.: Du u. dein Land u. die Liebe. Gedichte. Berlin 1959; Traum vom glücklichen Jahr. Gedichte. Berlin 1959; Ortsbestimmung. Gedichte. Berlin 1972; Daß der Mensch ein Mensch sei. Berlin 1975.
BRB; AnK

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