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Zipfel, Otto

* 29.6.1886, † 13.2.1945

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 29. Juni 1886 in Pegau bei Borna, Sohn eines Schuhmachergehilfen. Vor dem Weltkrieg bereits Mitglied der SPD, trat er als hauptamtlicher Gewerkschaftsangestellter in Leipzig 1917 in die USPD ein. Ende 1920 Delegierter des USPD-Spaltungsparteitages, wurde Mitglied der KPD und war bis 1922 Sekretär des KPD-Bezirks Ostsachsen. Im Dezember 1920 kam Zipfel in den Sächsischen Landtag, Nachfolger von Friedrich Geyer, der in den Reichstag wechselte. Ab Sommer 1924 vertrat er den in der Sowjetunion weilenden Rudolf Renner als Polleiter. Zipfel war Anhänger Heinrich Brandlers, deswegen 1924 abgelöst und im Dezember 1924 zur Rückgabe des Landtagsmandats aufgefordert, sein Nachfolger wurde Otto Gäbel. Für den Rücktritt als hauptamtlicher Funktionär und für die freiwillige Rückgabe des Abgeordnetenmandats erhielt er von der KPD eine Entschädigung und eröffnete mit der Abfindungssumme ein Zigarrengeschäft in Dresden. 1925 wurde er aus der KPD ausgeschlossen und trat politisch nicht mehr hervor. Otto Zipfel kam bei den alliierten Bombenangriffen auf Dresden am 13. Februar 1945 ums Leben.

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