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Zollikofer, Ludger

* 29.10.1893, † 11.10.1944

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 29. Oktober 1893 in Fischlaken/ Ruhrgebiet; Eisenbahner, trat nach dem Weltkrieg in die USPD ein. Zollikofer gründete 1922 die KPD-Ortgruppe Werden an der Ruhr. Er war Leiter der Proletarischen Hundertschaften und RFB-Funktionär im Ruhrgebiet und im AM-Apparat tätig. Stadtverordneter in Essen, zuletzt Leiter der IAH im Rhein-Ruhr-Gebiet. Am 1.Mai 1933 festgenommen und in das KZ Cleve eingeliefert. Bis Ende 1933 »Schutzhaft« u. a. im KZ Esterwegen. Im Juni 1934 erneut verhaftet, Verurteilung zu einem Jahr und drei Monaten Zuchthaus, kam bei Kriegsausbruch in das KZ Sachsenhausen. Hier wurde Ludger Zollikofer (zuletzt Blockältester in den Baracken sowjetischer Kriegsgefangener) wegen illegaler Tätigkeit zusammen mit Ernst Schneller, Matthias Thesen und weiteren 21 Funktionären sowie drei französischen Häftlingen am 11.Oktober 1944 von der SS erschossen.

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