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Rosenhainer, Helene

* 12.6.1899, † 19.3.1983

Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 12. Juni 1899 in Leumnitz bei Gera, Tochter einer kinderreichen Arbeiterfamilie, arbeitete nach dem Besuch der Volksschule in einer Strickerei. 1924 trat sie die KPD ein und engagierte sich gewerkschaftlich ab 1927 im Betriebsrat und wurde 1928 Betriebsratsvorsitzende. Sie gehörte der KPD-Unterbezirksleitung Gera und von 1928 bis 1930 der KPD-BL Thüringen an. Im Juni 1929 wurde sie Mitglied des ZK der KPD. Von 1929 bis 1932 Abgeordnete des Thüringischen Landtages und der Stadtverordnetenversammlung Gera, wo sie auch dem Stadtrat angehört. Im Frühjahr 1932 legte sie infolge „persönlicher Zwistigkeiten“ alle ihre Funktionen nieder. Dazu hieß es in der Polbürositzung vom 24. Mai 1932: »Da die Genossin Rosenhainer sich weigert, ihre Mandate zum Thüringer Landtag und zur Stadtverordnetenfraktion Gera niederzulegen, sowie Parteiarbeit durchzuführen, wird dem ZK empfohlen, beim EKKI um Bestätigung des Ausschlusses aus der Partei nachzusehen.« Sie trat jedoch während des Wahlkampfes zu den Reichstagswahlen im März 1933 für die KPD öffentlich auf. Im März 1933 kam sie für einige Tage in „Schutzhaft“, am 15. August 1934 in Erfurt festgenommen, in das Gerichtsgefängnis nach Kassel gebracht und wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ angeklagt, jedoch am 12. Oktober 1934 durch den Strafsenat des Oberlandesgerichts Kassel aus „Mangel an Beweisen“ freigesprochen und aus der Haft entlassen. Später heiratete sie und hieß fortan Helene Keiling. 1943 für sechs Wochen in das Arbeitslager Hallendorf bei Braunschweig verschleppt, wurde sie nach dem 20. Juli 1944 erneut verhaftet und in das KZ Ravensbrück, anschließend in die KZ- bzw. Arbeitslager Uckermark, Rechlin und Salzwedel verschleppt. Nach der Befreiung trat sie wieder der KPD, 1946 der SED bei, ohne jedoch nennenswerte politische Funktionen zu übernehmen. Helene Keiling starb am 19. März 1983 in Gera.

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