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Dölling, Irene

* 23.12.1942
Kulturwissenschaftlerin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Leicester (England); Vater Weber, Mutter Strickerin; 1961 Abitur in Berlin; SED; 1961 – 66 Studium der Bibliothekswiss. u. Philos. an der HU Berlin; anschl. Aspirantur am dortigen Inst. für Ästhetik; 1970 Prom., 1976 Habil.; 1985 Prof. für Kulturtheorie an der Sekt. Kulturwiss. u. Ästhetik der HU Berlin; 1990 Ltr. des Zentrums für interdisz. Frauenforschung der HU Berlin.
1994 – 2008 Prof. für Frauenforschung an der wirtschafts- u. sozialwiss. Fak. der Univ. Potsdam.
D. gründete 1980 gem. mit Hildegard-Maria Nickel u. a. einen privaten Diskussionskrs. von Wissenschaftlerinnen versch. Disziplinen, in dem Defizite u. Probleme der in der DDR nur schwach institutionalisierten Frauenforschung thematisiert wurden; aus diesem Krs., der 1982 offiz. an der HU Berlin angemeldet wurde, entstand im Herbst 1989 auf Initiative D.s das o. g. Zentrum für interdisz. Frauenforschung; in den 80er Jahren trug D. wesentl. zur Rezeption von Pierre Bourdieu in der DDR-Kulturwiss. bei; Forschungsthemen: Persönlichkeitstheorie, insbes. Zusammenhänge zwischen biolog. u. ges. Determinanten individuellen Verhaltens sowie kulturelle Formen individueller Vergesellschaftung; kulturwiss. Aspekte von Geschlechterbeziehungen.

Publ.: Naturwesen – Individuum – Persönlichkeit. Berlin 1979; Individuum u. Kultur. Berlin 1986; Der Mensch u. sein Weib. Frauen- u. Männerbilder. Berlin 1991; Unsere Haut. Tagebücher von Frauen aus dem Herbst 1989. Berlin 1992 (Mithrsg.); Ein alltägl. Spiel. Geschlechterkonstruktion in der sozialen Praxis. Frankfurt (Main) 1996 (mit B. Krais); Verwaltungsmodernisierung als soziale Praxis. Opladen 2003 (mit S. Andresen u. Ch. Kimmerle).
JaW

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