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Dollwetzel, Heinrich (Heini o. Heinrich Wolf)

* 30.3.1912, † 23.4.1966
Leiter der Militärakademie »Friedrich Engels«

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Hamburg; Vater Schlosser; 1918 – 26 Volksschule; 1926 – 30 Ausbildung zum Rohrschlosser; 1929 KJVD; Roter Jungsturm, Pol.-Ltr.; 1930 – 33 arbeitslos; 1931 RGO; 1932 KPD; ab März 1933 Ltr. des KPD-UB Flensburg, »Grenzarbeit« in Dänemark (»Richard Fiedler«); Juni – Okt. 1933 Haft in Dänemark wegen unerlaubten Grenzübertritts; Okt. 1933 UdSSR; 1934 im »Falkenburg«-Prozeß in Hamburg in Abwesenheit zum Tode verurteilt; 1934 – 36 Schlosser in einer Landmaschinenfabrik in Luberzy (b. Moskau); 1936/37 Lehrgang an der Militärschule in Rjasan; ab Juni 1937 Teiln. am span. Bürgerkrieg (»Fritz Sellner«), Kdr. einer Panzerautokomp., Hauptm.; Aug. 1937 Hospitalaufenthalt; wegen »Disziplinverstößen« Verweis durch die KPD, dann in der XI. Internat. Brigade; Aug. 1938 nach Frankreich; Arbeit in einem Heim für verwundete Spanienkämpfer; Jan. 1939 Rückkehr in die UdSSR, Elektroschweißer im Traktorenwerk in Tscheljabinsk; Nov. 1940 Aberkennung der dt. Staatsbürgerschaft; 1942 Mobilisierung in die Arbeitsarmee, danach wieder in Tscheljabinsk; Aug. 1942 – Juli 1943 Kursant der KI-Schule in Kuschnarenkowo; dann Spezialausbildung als Fallschirmspringer bei Moskau; 1944 Politinstrukteur in einem Kriegsgefangenenlager in Brjansk; Dolmetscher bei Untersuchungsverfahren u. Gerichtsverhandlungen gegen dt. Generäle in Brjansk u. Riga; für den Einsatz als Bez.-Funktionär der KPD Hamburg vorgeschlagen; 1946 – 48 Lehrer an der Antifa-Schule in Taliza.
Nov. 1948 Rückkehr nach Dtl.; Ltr. der Abt. Polit-Kultur der HA Grenzpolizei; 1949 SED; Ltr. der HA Politkultur der HV Schulung der DVdI in Berlin; 1949/50 Kursant der Militärakad. Privolsk (b. Saratow); 1950/51 Ltr. für Pol.-Kultur in der VP-Dienststelle Priemerwald; 1951/52 Oberst u. stellv. Ltr. der HA Pol.-Kultur der HV Ausbildung der KVP; Sept. 1952 Stellv. für Pol.-Arbeit des Chefs der Verw. für Mechanisierung; 1.11.1954 Generalinspekteur der DVP; 1954/55 Chef der Verw. Lehranstalten beim Stab der KVP (Nachf. von  Fritz Johne); 1955 VVO; 1955/ 56 1. Stellv. des Chefs der KVP bzw. des Min. für Nat. Verteidigung; 1956/57 Kdr. der Infanterie-Offz.-Schule in Plauen; 22.9.1957 »Verwarnung« durch die ZPKK; 1958/59 Kdr. der HS für Offz. bzw. der Militärakad. »Friedrich Engels« in Dresden (Nachf. von  Wilhelm Adam); Aug. 1959 aus gesundheitl. Gründen in die Reserve versetzt; 1960/61 Stellv. des Chefs der Verw. Ausbildung der NVA; Juli 1961 Dienstende; gest. in Berlin.
Sek.Lit.: Diedrich, T., Wenzke, R.: Die getarnte Armee – Gesch. der Kasernierten Volkspolizei. Berlin 2001.

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