Biographische Datenbanken

Döpel, Robert

* 3.12.1895, † 2.12.1982
Physiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Neustadt / Orla; Vater Inh. einer Gerberei; Oberrealschule, 1914 Abitur; 1914 – 18 Kriegsdienst, Verwundung; 1919 – 24 Studium der Physik, Math. u. Chemie an den Univ. Leipzig, Jena u. München, dort 1924 Prom. bei Wilhelm Wien mit spektroskop. Untersuchungen von Kanalstrahlen; 1924 / 25 Ass. an der Univ. Göttingen; 1925 – 1929 im Privatlaboratorium R. v. Hirsch, ab 1929 am Physikal. Inst. der Univ. Würzburg, dort 1932 Habil. u. Privatdoz.; 1938 Berufung zum außerord. Prof. für Strahlenphysik an der Univ. Leipzig, dort maßgebl. Mitwirkung an den Forschungen zur Entw. eines Kernreaktors u. Mitarb. im sog. Uran-Projekt unter Werner Heisenberg.
1945 Verpflichtung zur wiss. Tätigkeit in der UdSSR, dort Mitwirkung an der sowj. Atombombenentw.; 1952 – 57 Prof. für Physik an der Univ. Woronesh; 1957 Rückkehr nach Dtl. u. Berufung zum Prof. für Experimentalphysik u. Dir. des Inst. für Angew. Physik der TH Ilmenau, 1960 em., VVO; gest. in Ilmenau.
D.s eigtl. Forschungsgebiet war die Kernphysik, doch blieben seine Forschungsmöglichkeiten in der DDR – nachdem Ende der 1950er Jahre die kernphysikal. Forschung u. Ausbildung drastisch reduziert worden war – auf das Gebiet der Gaselektronik beschränkt, wobei sich D. in diesem Zusammenhang u. über seine Emeritierung hinaus in internat. anerkannten Arbeiten mit der Physik des Kugelblitzes u. der Kometenschweife beschäftigt hat.

Sek.-Lit.: Hanle, W.: Nachruf auf R. D. In: Physikalische Blätter (1983) 104; Döpel-Heft der Wiss. Ztschr. der TH Ilmenau (1986) 1 (mit Schriftenverzeichnis).
DiH

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis