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Döpfner, Julius

* 26.8.1913, † 24.7.1976
Katholischer Bischof, Kardinal

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Hausen (Rhön); Vater Hausmstr.; 1933 Abitur; 1933 – 41 Studium der Theol. in Rom; 1939 Priesterweihe; 1941 Prom.; 1941 – 44 Kaplan in Großwallstadt, Schweinfurt u. Gochsheim, 1944 Präfekt des Knabenseminars Kilianeum in Würzburg.
1945 Assistent u. Subregens am Priesterseminar der Diözese Würzburg, 1948 – 57 dort Bischof; 1957 Bischof von Berlin mit Sitz in Berlin (West) (Nachf. von  Wilhelm Weskamm), Vors. der Berliner Ordinarienkonferenz; 1958 – 1961 Einreiseverbot in die DDR (außer Berlin) wegen »antisoz.« Äußerungen in Predigten; 1958 Ernennung zum Kardinal durch den Vatikan, Mitgl. vatikan. Kongregationen; Protagonist eines öffentl. Kurses gegen die Pol. der DDR, zunehmende Differenzen mit ostdt. Bischöfen, ab 1960 keine gem. öffentl. Verlautbarungen der Berliner Ordinarienkonferenz; Juli 1961 Versetzung Döpfners durch den Vatikan u. Ernennung zum Erzbischof von München u. Freising; im Sept. 1961 vergebl. Plädoyer an seinen Nachf.  Alfred Bengsch für eine Herauslösung des Westteils von Berlin aus dem Bistum; 1961 – 76 Vors. der Bayr. Bischofskonferenz, 1965 – 76 Vors. der Fuldaer Bischofskonferenz bzw. (ab 1966) der Dt. Bischofskonferenz; Besuche bei der Berliner Ordinarienkonferenz in Berlin (Ost) 1964, 1975 u. 1976; 1971 – 75 Präs. der Gem. Synode der Bistümer der Bundesrep. Dtl. in Würzburg; partieller Kritiker der päpstl. Primatsausübung, Kritiker der vatikan. Ostpol., Zurechtweisung aus Rom in Sachen Ostpol. kurz vor seinem Tod; gest. in München.

Sek.-Lit.: Schäfer, B.: Staat u. kath. Kirche in der DDR. Köln, Weimar 1998.
BeS

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