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Drechsler, Heike

geb. Daute
* 16.12.1964
Leistungssportlerin (Leichtathletik)

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Gera; Mutter Schichtarb.; POS, KJS, Abitur; Ausbildung zur Feinmechanikerin; Pädagogik-Studium; seit 1975 aktiv in der Leichtathletik (Weitsprung, Sprint), zuerst bei der BSG Wismut Gera (Übungsltr. Heiland), 1977 – 92 Mitgl. des SC Motor Jena (bis 1989 Trainer: Peter Hein, dann Schwiegervater Erich Drechsler), 1992 – 96 LAC Chemnitz,
ab Dez. 1996 LAC Erfurt; 1981 EM bei den Junioren; 1981 u. 1982 Junioren-ER; fünf-
mal Teiln. an Europameisterschaften: 1982 4. Platz, 1986 Siegerin im Weitsprung u. über 200 m, 1990 Siegerin im Weitsprung, 2. Platz über 200 m, 1994 u. 1998 EM im Weitsprung; 1983 u. 1987 Siegerin beim Europa-Cup; viermal Teiln. an Weltmeisterschaften: 1983, 1991 u. 1993 Siegerin im Weitsprung, 1987 3. Platz im Weitsprung, 2. Platz über 100 m; 1985 Siegerin beim Weltcup; 1985/86 fünfmal WR, mehrfache Hallen-Europameisterin, 1987 zweifache Siegerin der Hallen-Weltmeisterschaften; 1988 Teiln. an den Olymp. Spielen: 2. Platz im Weitsprung, 3. Plätze über 100 m u. 200 m; bis 1990 SED/PDS u. Mitgl. des ZR der FDJ; Abg. der Volkskammer; 1980–1986 u. 1988/89 vom MfS in einem Sicherungsvorgang beobachtet; Jan.–Dez. 1987 als Vorlauf-IM „Jump“ des MfS angesehen; Vorgang wurde vom MfS eingestellt; sie war kein IM des MfS; erhielt jedoch Präsente wg. ihrer sportlichen Leistungen.
1991 u. 1993 Europacupsiegerin; 1992 Weltcupsiegerin; 1992 u. 2000 Olympiasiegerin im Weitsprung; Horterzieherin im Sportgymnasium Jena; Angest. einer Krankenkasse in Chemnitz; Dt. Leichtathletin des Jahres 1998; Sportlerin des Jahres 2000; 25.11.1999 Adoption durch Walter u. Inge Spix aus Aachen; 2005 Ehrenbürgerin der Stadt Gera; lebte 1995 – 2007 mit dem Zehnkämpfer Alain Blondel in Karlsruhe; betreibt in Aachen eine Sport- und Werbeagentur.

Publ.:  »Absprung«. Autobiogr. 2001.
KlG; OWR; HME

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