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Dressel, Roland

* 26.4.1932
Kameramann

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Meerane; Vater Bäcker; bis 1953 Schulbesuch in Meerane; 1953/54 Ausbildung zum Fotografen in Glauchau (Krs. Zwickau); Standfotograf u. Kameraassistent im DEFA-Studio für Spielfilme; arbeitete bei Kameraleuten wie  Werner Bergmann, Günter Haubold, Jan Curik, Erich Gusko; Ausbildung zum Kameramann über die Betriebsakad. der DEFA durch ein externes Studium an der Dt. HS für Filmkunst; 1965 – 90 Kameramann im DEFA-Studio für Spielfilme, sammelte Erfahrungen bei Dok.- u. Fernsehfilmen; sein erster Kinofilm 1973 »Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow« (R: Siegfried Kühn) stieß auf heftigen Widerstand, gewollte Effekte wurden als Fehler kritisiert, bis 1977 war ihm die Mitarb. an Spielfilmen der DEFA untersagt; D. realisierte in dieser Zeit Fernsehfilme; die späteren Spielfilme zeugen von stilist. Vielfalt u. bildhafter Verdichtung der Idee, der sich die dramaturg. denkende Kamera unterordnet; ab 1977 vor allem Zusammenarb. mit  Rainer Simon; seit 1990 freischaff. Kameramann.
Werke: Zwei Briefe an Pospischiel (1970, R: R. Kirsten, TV); Die unheilige Sophia (1974/ 75, R:  M. Wekwerth, TV); Happy End (1976/77, R: M. Wekwerth, TV); Der gepuderte Mann im bunten Rock lebt gefährlich (1977, R: K. Gendries, TV); mit R. Simon (Regie): Zünd an, es kommt die Feuerwehr (1977/78), Jadup u. Boel (1980/88), Das Luftschiff (1982), Die Frau u. der Fremde (1984), Die Besteigung des Chimborazo (1989), Der Fall Ö. (1991); Olle Henry (1982/83, R:  U. Weiß); Fallada – letztes Kapitel (1987, R:  R. Gräf); Das Land hinterm Regenbogen (1991, R:  H. Kipping); Die Spur des Bernsteinzimmers (1992, R: R. Gräf); Abschied von Agnes (1993, R: M. Gwisdek); Mein Herz – niemandem! (R: H. Sanders-Brahms); Das Mambospiel (1998, R:  M. Gwisdek).

Publ.: Poss, I., Warnecke, P. (Hrsg.): Spur der Filme – Zeitzeugen über die DEFA. Berlin 2006 (Mitautor).
ElS; IKF

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