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Düren, Fred

* 2.12.1928, † 2.3.2015
Schauspieler

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Arbeiter; 1945 – 47 Besuch der Schauspielschule des Dt. Theaters (DT) in Berlin; erstes Engagement in Potsdam, danach in Ludwigslust, Wismar u. Schwerin; ab 1953 am Berliner Ensemble, Zusammen-arb. mit  Bertolt Brecht,  Peter Palitzsch,  Benno Besson u.  Manfred Wekwerth; 1958 – 88 Mitgl. des Ensembles des DT, spielte zahlr. trag. wie auch kom. Helden der Weltdramatik mit der ihm eigenen »Musikalität der Bewegung«; herausragende Rolleninterpretationen: Don Juan, Woyzeck, Tartuffe, Ödipus, Faust, Lear, Torquato Tasso sowie der Riccaut in »Minna von Barnhelm« u. der Trygaios in dem Stück »Der Frieden« von  Peter Hacks; daneben diverse Filmrollen bei der DEFA u. dem DFF, u. a. in »Sie nannten ihn Amigo« (1959), »Monolog für einen Taxifahrer« (Szenarium  Günter Kunert, 1963 verboten), »Der fliegende Holländer« (1964), als Ernst Barlach in »Der verlorene Engel« (1971); in den 1970er Jahren versch. Rollen in der TV-Serie »Polizeiruf 110«; Mitwirkung in Literaturverfilmungen des DFF, u. a.  Hans Falladas »Jeder stirbt für sich allein« (1970) u. »Junge Frau von 1914« (1970) aus  Arnold Zweigs Roman-Zyklus »Der Krieg der weißen Männer«; spielte 1980 den Arzt in  Konrad Wolfs »Solo Sunny« u. 1987 Karl Kollwitz in »Käthe Kollwitz – Bilder eines Lebens«; 1963 u. 1971 Kunstpreis der DDR, 1967 NP; daneben Hörspiel- u. Plattenaufn.; 1988 Beendigung der Schauspielerkarriere u. Ausreise aus der DDR; lebte seitdem als Rabbiner in Israel; gelegentl. Lesungen eigener u. fremder Texte in Dtl.; gest. in Jerusalem.

Publ.: Ich muß ja den Weg gehen, den ich gehen kann. Schauspieler in Berlin – Jahre in Jerusalem. Hrsg. von K.-H. Müller. Berlin 2007.
MaB; ChK

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