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Eggert, Heinz

* 6.5.1946
Evangelischer Pfarrer, CDU-Politiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Rostock; Vater Sparkassenbeamter, Mutter Postangest.; 1952 – 61 POS; anschl. Berufsausbildung zum Facharb. für Betrieb u. Verkehr bei der DR; 1964 – 66 Stellwerksmstr. u. Fahrdienstltr. am Bahnhof Warnemünde u. Rostock; 1966 – 68 NVA; 1968 nach dem Truppeneinmarsch der Warschauer-Pakt-Staaten in die ČSSR demonstr. Austritt aus der FDJ u. dem FDGB; nach Sonderreifeprüfung 1969 – 74 Studium der Theologie an der WPU Rostock; danach Gemeindepfarrer in Oybin (Oberlausitz) u. Studentenpfarrer an der HS für Energetik in Zittau; Aufbau der kirchl. Jugendarbeit in Oybin, zahlr. regimekrit. Predigten, massive Überwachung u. Verfolgung durch das MfS; 1989/90 Mitgl. des Neuen Forums u. Mitarbeit am lokalen Runden Tisch; Mai 1990 Wahl zum Landrat des Krs. Zittau.
Okt. 1990 CDU; 30.9.1991 Berufung durch Min.-Präs. Kurt Biedenkopf zum Staatsmin. des Innern des Freistaats Sachsen (Nachf.
von Rudolf Krause); u. a. anerkannte Bemühungen zur wirksamen Bekämpfung rechtsextremist. Gewalttäter; 1992 Bundesverdienstkreuz 1. Kl.; Okt. 1992 – 95 stellv. Parteivors. der CDU; Okt. 1993 stellv. Landesvors. der CDU Sachsen; seit 1994 MdL; 1995 Rücktritt als Min. u. von allen Parteiämtern wegen des unbewiesenen Vorwurfs der sexuellen Belästigung von Mitarb.; 1991 – 95 u. 1997 – 2001 erneut stellv. Landesvors. der CDU Sachsen; Apr. 1996 – 98 Treuhandliegenschaftsgesell.; 1997 – Sept. 2002 Moderator im »Grünen Salon« des Senders n-tv (mit Erich Böhme); lebt in Oybin.

Sek.-Lit.: Jesse, E. (Hrsg.): Friedl. Rev. u. dt. Einheit. Berlin 2006.
EhN

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