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Ehm, Wilhelm

* 30.8.1918, † 12.8.2009
Chef der Volksmarine

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Pola (b. Triest, Österr.-Ungarn/Italien); Vater Tischler, später Polizist, Angeh. der k. u. k. Marine; Mutter Dienstmädchen, Stiefmutter Köchin; 1924 – 32 Volksschule u. Bürgerschule in Komotau (ČSR); 1932 – 35 Ausb. zum u. Arbeit als Elektriker; 1931 – 38 Rote Falken/später SAJ; Mitgl. im Internat. Metallarbeiterverb.; 1935 – 38 Elektro-Radiomonteur bei Elektro-Radio Löbe in Komotau; Jan. 1939 – 45 Wehrmacht, Oberfunkmstr.; Ausbildung als Fernsprechsold. in Köln; Kriegseinsatz als Nachrichtensold. in Luxemburg, Belgien, Frankreich u. der UdSSR, Kriegsverdienstkreuz, Uffz., 1945 – 47 sowj. Kriegsgef. u. a. in Karelien, Mitgl. des Antifa-Aktivs des Lagers, Dez. 1947 als Bestarbeiter entlassen.
Dez. 1947 Rückkehr nach Dtl.; 1948 SED; Apr. 1948 Kurs an SED-KPS in Binz; anschl. Mitarb. des SED-KV Bergen (Rügen), Abt. Org.; Jan. – Juni 1950 Lehrgang an der SED-LPS in Wiligrad (b. Schwerin); 1950 Seepolizei; VP-Oberkommissar, tätig im Stab u. a. auf den Gebieten Fernsprechwesen u. Gefechtsausbildung; 1953 Freg.-Kpt.; ab 1954 Ltr. der Abt. Org. u. Stellv. des Chefs des Stabs der VP-See, dann der Seestreitkräfte der NVA; 1958 als Kapitän zur See; Chef der Rückw. Dienste u. Stellv. des Chefs; 1959 Chef
der Seestreitkräfte (Nachf. von  Waldemar Verner); 1.8.1959 Konteradmiral; 1960 VVO; Sept. 1961 – Jan. 1963 Seekriegsakad. der UdSSR in Leningrad; 1963 – 87 Chef der Volksmarine (Nachf. von  Heinz Neukirchen); 1.3.1964 Vizeadmiral; ab 1964 Mitgl. der SED-BL Rostock; ab 1972 zugl. Stellv. des Min. für Nat. Verteidigung; 1977 Admiral; 1965 externes Studium an der Militärakad. Dresden, Dipl. rer. mil.; 1966 Kampforden für Verdienste um Volk u. Vaterland; März/Apr. 1969 Führungslehrgang an der Militärakad. der UdSSR; 1974 u. 1986 Scharnhorst-Orden; 1976 u. 1984 sowj. Orden Roter Stern; 1978 Prom. mit einer Diss. zur Entw. u. Rolle der Volksmarine, Dr. phil.; 1978 VVO; 1981 Kand., 1982 – 89 Mitgl. des ZK der SED; 1981 Ehrenspange zum VVO; 1983 KMO; 1984 Banner der Arbeit; 1986 Verdienstord. der VR Polen; Aug. 1987 Ruhestand; gest. in Rostock.

Sek.-Lit.: Jablonsky, W.: W. E. Vom Heeresfunker der Wehrmacht zum Chef der DDR-Volksmarine. In: Ehlert, H., Wagner, A. (Hrsg.): Genosse General! Die Militärelite der DDR in biogr. Skizzen. Berlin 2003; Froh, K., Wenzke, R.: Die Generale u. Admirale der NVA. Ein biogr. Handbuch. Berlin 2007 (5. Aufl.).
AnH; HME

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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