Biographische Datenbanken

Ehmsen, Heinrich

* 9.8.1886, † 6.5.1964
Maler, Grafiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Kiel; Vater Korbflechter; Ausbildung zum Dekorationsmaler; 1906 – 09 Studium an der Kunstgewerbeschule Düsseldorf (Lehrer u. a. Fritz Helmuth Ehmcke, Peter Behrens); 1910/11 Aufenthalt in Paris, danach Übersiedl. nach München; dort Kontakte mit den Malern des »Blauen Reiters«; 1914 – 18 Kriegsdienst; 1918/19 Augenzeuge der rev. Kämpfe in München; zahlr. Werke zu dieser Thematik, u. a. Erschießung (1919), Erschießung des Matrosen Engelhofer, Triptychon (1932/33); 1929 Übersiedl. nach Berlin; Teiln. an Ausstellungen der »Novembergr.«; 1932/33 Aufenthalt in der UdSSR; Ausstellung in Moskau, Ankäufe durch sowj. Museen; 18.10. – 18.12.1933 Gestapohaft im Columbiahaus in Berlin; 1934 Entfernung seiner Arbeiten aus dt. Museen; 1940 – 44 Wehrmacht.
1945 Mitbegr. der HS für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg; dort Prof. u. Stellv. des Rektors; 31.12.1949 wegen schriftl. Solidaritätsbekundung für den Pariser »Congrès mondial des partisans pour la paix« entlassen; 1950 DAK; Übernahme eines Mstr.-Ateliers für Malerei; 1957 Reisen nach Vietnam u. China; umfgr. Ausstellung in der DAK; gest. in Berlin.
Werke: Meine Kinder (1922), Radierungen zu Gerhart Hauptmanns »Der Narr in Christo Emanuel Quint« (1927), Der Angler von Cassis (1930) u. Harlekine des Krieges (1945).

Sek.-Lit.: Kat. H. E. Das druckgraf. Werk. Burgk (Saale) 1986; Kat. H. E. Maler – Lebenswerk – Protokoll. Berlin 1986; H. E. Zeichnungen u. Druckgrafik. Kiel 2003; H. E. Gemälde. Kiel 2006.
AnS

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis