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Eikemeier, Fritz

* 28.3.1908, † 4.8.1985
Präsident der Volkspolizei von Berlin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Groß-Oldendorf (Krs. Hameln); Vater Glasmacher; 1914 – 22 Volksschule; 1922 – 27 Hilfsarb. in der Glasfabrik Osterwald (Krs. Hameln); 1922 Mitgl. der Gewerkschaft u. des ATSB; 1927/28 Streckenarb. bei der DR, dort Betriebsrat; 1928 – 30 Hilfsarb. im Steinbruch in Groß-Oldenburg; Okt. 1930 KPD, Org.- u. Polit.-Ltr. der Ortsgr. Glasfabrik Osterwald; 1931 – 33 erneut bei der DR; Apr. 1933 aus polit. Gründen entlassen; Aug. 1933 Emigr. in die Niederlande u. nach Belgien; Dez. 1936 – Febr. 1939 Interbrigadist in Spanien, Ltn.; Febr. – Juli 1939 in Frankreich interniert; dann illeg. Arb. in Belgien, im Mai 1940 erneut interniert in St. Cyprien; Aug. 1940 in Bordeaux von der Gestapo verhaftet; 1940 – Mai 1945 KZ Sachsenhausen.
Ab Juni 1945 Angeh. der Polizei; Reviervorst. in Berlin-Friedenau; Aug. 1945 – Juli1947 Ltr. der Inspektion Berlin-Friedrichshain; 1946 SED; 1947/48 Ltr. der Personalabt. bzw. Juli 1948 – Apr. 1949 Vizekdr. der Schutzpolizei im Präs. der Berliner Polizei, vertrat Juli – Okt. 1949 den Berliner Polizeipräs.  Paul Markgraf; 1949 – 53 Chef der Landespolizeibehörde Brandenb. bzw. der Bez.-Behörde Potsdam (Nachf. von  Richard Staimer); Chefinspekteur; Aug. 1953 – Okt. 1964 Präs. der VP von Berlin (Nachf. von  Waldemar Schmidt); Gen.-Major; 1954 – 64 Abg. der Berliner Stadtverordnetenvers. u. Mitgl. der SED-BL; 1956 Hans-Beimler-Med.; 1958 Med. für Kämpfer gegen den Fasch.; 1960 VVO; Aug. 1961 Mitgl. des Stabs des Nat. Verteidigungsrats zum Bau der Berliner Mauer; 1964 Ruhestand; 1964 Banner der Arbeit; 1973 VVO; 1978 KMO; 1983 Ehrenspange zum VVO; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.: Honecker, E.: Aus meinem Leben. Berlin 1980; Lindenberger, T.: Volkspolizei. Weimar 2003.
BRB; HME

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