Biographische Datenbanken

Eildermann, Friedrich Wilhelm

* 24.7.1897, † 16.10.1988
Direktor des Instituts für Publizistik u. Zeitungswesen der Karl-Marx-Universität Leipzig

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Bremen; Vater Arbeiter; Volksschullehrer; 1915 SPD; Volontär der »Bremer Bürgerztg.«; Mitarb. des Organs der Bremer Linken »Arbeiterpolitik«; 1916 – 18 Militärdienst; 1918 red. Mitarb. des Organs der Internat. Kommunisten Dtl. »Der Kommunist« (Bremen); 1919 KPD; 1920 hauptamtl. Funktionär; 1921 – 23 Red. der Ztg. »Klassenkampf« (Halle); 1924 Red. der »Arbeiterztg.« (Breslau); 1924 zehn Mon. U-Haft; ab 1926 Red. u. 1929 Chefred. der »Tribüne« in Magdeburg; 1930 durch das Reichsgericht zu 21 Mon. Festungshaft verurteilt, nach Freilassung Red. der »Volkswacht« in Rostock; Mitgl. der KPD-BL Mecklenb.; 1933 illeg. pol. Arbeit; am 1.5. 1933 verhaftet, KZ Fuhlsbüttel; 1934 wegen illeg. Betätigung zu 30 Mon. Haft verurteilt, Vollzug in Bützow-Dreibergen u. in Strelitz; lebte nach der Entlassung im Mai 1936 in Bremen; Arbeit beim Bau der Autobahn; weitere illeg. pol. Arbeit; Jan. 1937 Emigr. in die ČSR; Ltr. des Prager Emigrantenheims in Strašnice; danach Mitarb. der Auslandsred. der sudetendt. kommunist. »Rote Fahne« u. der Ztg. »Der Funke«; Okt. 1937 Paris; dort Mitarb. im Sekr. des Internat. Zentrums für Recht u. Freiheit in Dtl.; Artikel für die KI-Ztschr. »Rundschau über Pol., Wirtschaft u. Arbeiterbew.«; 1.9.1939 Verhaftung durch die frz. Polizei; ab Okt. 1939 im Internierungslager in Le Vernet, Nov. 1941 – Mai 1943 im Lager Djelfa in Algerien; 1943 kurzz. Zugehörigkeit zur Brit. Armee in Algerien; Dez. 1943 in Krasnowodsk (Turkmenien); im März 1944 in Moskau; 1944 Mitarb. der Ztg. »Freies Dtl.«; ab Aug. 1944 Lektor an der Frontschule für Kriegsgefangene der 3. Ukrain. Front; ab Juli 1945 Lektor an der Schule der Roten Armee in Hinterbrühl (Wiener Wald).
Mai 1947 Rückkehr nach Dtl.; Hauptred. in der Abt. Werbung-Presse-Rundfunk des ZS der SED; Chefred. des Pressedienstes; Red.-Mitgl. der »Einheit«; Juli 1949 Verwarnung wegen »mangelnder ideolog. Wachsamkeit«; 1951 – 57 Prof. an der KMU Leipzig u. Dir. des Inst. für Publizistik u. Ztg.-Wesen; 1954 – 57 Prodekan an der Fak. für Journalistik; ab 1957 wiss. Mitarb. am IML; Ltr. des Sektors Edition; 1962/63 stellv. Chefred. der BzG; 1967 VVO; Stern der Völkerfreundschaft.

Publ.: Vorwärts u. nicht vergessen. Berlin 1958; Dtl., Tschechoslowakei, Frankreich, Algerien, Sowjetunion – Stationen eines langen Weges. In: Im Kampf bewährt. Erinnerungen dt. Genossen an den antifa. Widerstand von 1933 bis 1945. Eingeleitet u. zusammengestellt von H. Voßke. Berlin 1969; Jugend im Ersten Weltkrieg. Tagebücher, Briefe, Erinnerungen. Berlin 1972; Mit den sowj. Befreiern auf dem Balkan. In: Im Zeichen des roten Sterns. Berlin 1974; Die Antifaschule. Erinnerungen an eine Frontschule der Roten Armee. Berlin 1985.
Sek.-Lit.: W. E. 90 Jahre. In: ZfG (1987) 7; W. E. zum Gedenken. In: ZfG (1989) 2.
PeE

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis