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Eisler, Hilde

geb. Brunhilde Rothstein
* 28.1.1912, † 8.10.2000
Chefredakteurin der Zeitschrift »Magazin«

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Tarnopol (Ostgalizien, Österreich-Ungarn/Ternopil, Ukraine); Vater Kfm.; galiz.-jüd. Familie; ab 1914 in Frankfurt (Main) aufgew.; Lyzeum; 1929/30 Ausbildung zur Buchhändlerin; 1930 – 34 Mitarb. im Marx-Engels-Verlag Berlin; 1931 KPD; 1934 vom ZK nach Basel gerufen zur Mitarbeit an antifa. Tarnbroschüren; Kuriertätigkeit; Frühjahr 1935 Verhaftung in Dtl., Hochverratsprozeß, ein Jahr Gefängnis; nach Verbüßung 1936 Ausweisung nach Polen; 1937 über Prag nach Paris; im span. Bürgerkrieg für den antifa. »Dt. Freiheitssender« tätig; 1941 auf dem Weg in die Emigr. nach Mexiko in den USA festgehalten; hier u. a. Fabrikarb., Angest. im Büro der jugosl. Kriegshilfe, Mitarb. im Büro der Konfektionsarbeitergewerkschaft; 24.8.1942 Heirat mit  Gerhart Eisler; Tätigkeit im Komitee gegen seine Verfolgung; 1949 in New York nach der Flucht ihres Mannes verhaftet, nach Protesten Genehmigung zur Ausreise aus den USA.
Ende Juni 1949 Rückkehr über London, Kopenhagen u. Warschau nach Berlin (Ost); SED; wohnte bei  Wilhelm Pieck; Mitgl. des Verteidigungskomitees für die Opfer der amerik. Reaktion; 1952/53 stellv. Chefred. der Ztg. »Friedenspost«; 1953 Übersetzerin; Mitbegr. u. Ltr. der Kulturred. der Ztg. »Wochenpost«; 1954 stellv. Chefred., 1955 – 76 Chefred. des »Magazin« (Nachf. von  Heinz Schmidt); ab 1961 stellv. Vors. des VDJ; 1976 Rentnerin; 1965 VVO; 1972 Banner der Arbeit; 1977 VVO; 1982 KMO; 1987 Ehrenspange zum VVO; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.: Biogr. Interview. In: Engelhardt, M.: Dt. Lebensläufe. Berlin 1991; Gebhardt, M., Rellin, M.: H. E. (Nachruf). In: Das Magazin (2000) 11; Gebhardt, M.: Die Nackte unterm Ladentisch. Das Magazin in der DDR. Berlin 2002; Zuckermann, M.: Zwischen Politik u. Kultur – Juden in der DDR. Göttingen 2002.
BRB; AnH

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