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Engel, Rudolf

* 12.9.1903, † 16.10.1993
Direktor der Akademie der Künste

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Vater Arbeiter; Volksschule in Berlin; Gelegenheitsarbeiten als Koch, Holzarb. in einer Sägemühle, Chauffeur u. Schauspieler; Mai 1929 KPD; Mitarb. in deren M-Apparat (»Ludwig«), für den er »Spitzenverbindungen« zu NSDAP-Funktionären unterhielt (u. a. Joseph Goebbels, Otto Strasser); Juni 1932 im KPD-Auftrag NSDAP-Mitgl.; Jan. 1934 kurzz. verhaftet; Febr. 1934 Emigr. in die ČSR; ab Sept. Red. einer illeg. Ztg. der KPD im Saargeb.; Jan. 1935 nach Moskau; dort nachrichtendienstl. Ausbildung an der M-Schule der KI (»Ludwig Franken«); Juni 1936 – Jan. 1937 Chauffeur im Karbolit-Werk in Orechowo-Sujewo; 1937/38 Interbrigadist im span. Bürgerkrieg u. a. Operationschef im Tschapajew-Bat., Juli 1937 bei Brunete verwundet; ab 1938 Betreuung ehem. Spanienkämpfer in Frankreich, 1939 – 41 interniert, geflohen; 1941 – 44 in der Résistance aktiv, u. a. Stabschef eines Bat. im Zentralmassiv; Mitgl. des NKFD für den Westen.
Okt. 1945 Rückkehr nach Dtl.; 1945 Org.-Ltr. bei der ZV für Umsiedler, Nov. 1946 – Apr. 1948 deren Präs. (Nachf. von Josef Schlaffer); 1946 SED; 1948 ltd. Mitarb. der Dt. Verw. für Volksbildung, 1948/49 deren 3. Vizepräs.; 1948 Vorstandsvors. der DEFA; 1950 – 55 Dir. der DAK; ab 1955 Mitarb. im MfAA, dort 1956 – 63 Ltr. der kulturpol. Abt.; 1963 – 67 Botschaftsrat u. Kulturattaché an der DDR-Botschaft in Prag; ab 1968 Gen.-Sekr. der Kommission für UNESCO-Arbeit in der DDR; 1978 Großer Stern der Völkerfreundschaft; 1990 PDS; gest. in Berlin.

Publ.: Erich Weinert erzählt. Berichte u. Bilder aus seinem Leben. Berlin 1955 (Hrsg.); Die Mausefalle am Mont Doré. In: Brigada Internacional ist unser Ehrenname. Bd. 2. Berlin 1974; Feinde u. Freunde. Berlin 1984.
Sek.-Lit.: Pech, K.: An der Seite der Résistance. Berlin 1974; Schwartz, M.: Vertriebene u. »Umsiedlerpolitik«. München 2004.
BRB

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