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Esch, Arno

* 6.2.1928, † 24.7.1951
LDPD-Funktionär, Opfer des Sowjetischen Militärtribunals

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Memel (Litauen/Klaipeda); Vater Spediteur; 1934 – 44 Friedrich-Städtische Grundschule, dann Altstädtische Knabenmittelschule in Memel; 1938 – 44 HJ; 1944/45 Kriegshilfsdienst als Marinehelfer in Memel u. Swinemünde.
1945/46 OS in Grevesmühlen; 1946 – 49 Studium der Rechtswiss. an der Univ. Rostock; 1946 FDJ; LDPD Rostock; 2. Vors. der LDPD-Hochschulgr.; 2. Vors. des Landesjugendbeirates; 1947 Landesjugendref.; 1948 Mitgl. des Geschäftsf. LV; Mitarb. am Parteiprogramm; 1949 Mitgl. des Zentralvorstandes; Nov. 1948 Mitbegr. der Radikal-Sozialen-Freiheitspartei in Rostock, einer Strömung innerhalb der LDPD; 18.10.1949 in Parchim mit fünf weiteren Mitgl. der »Esch-Gruppe« verhaftet; 20.7.1950 vom Sowj. Militärtribunal Schwerin wegen »Verschwörung gegen die Staatsgewalt« zum Tode verurteilt; Haft in der MGB-U-Haftanstalt Rostock u. Schwerin, in den Strafvollzugsanstalten Bautzen u. Moskau; 26.5.1951 vom Militärtribunal des Moskauer Wehrkrs. abermals zum Tode verurteilt; in der UdSSR hingerichtet; am 19.7.1990 wurde vom Militärkolleg. des Obersten Gerichtshofes der UdSSR das Urteil aufgehoben.

Sek.-Lit.: Köpke, H., Wiese, F.-F.: Mein Vaterland ist die Freiheit. Das Schicksal des Studenten A. E. Rostock 1990; Wiese, F.-F., Bernitt, H.: A. E. Eine Dokumentation. Dannenberg 1994; Wiese, F.-F.: A. E. In: Fricke, K. W., u. a.: Oppos. u. Widerstand in der DDR. München 2002, S. 173-80.
HME

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