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Finker, Kurt

* 27.8.1928, † 6.8.2015
Historiker

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Sacrow (Krs. Lübben); Vater Arbeiter; Volksschule, 1942 – 45 Lehrerbildungsanstalt; 1945 RAD; Kriegsgefangenschaft.
Herbst 1945 zehntägiger Neulehrerkurs; anschl. Schulhelfer in versch. Dorfschulen sowie Lehrer an der Volksschule Lübben; 1.5.1946 SED; Mitgl. der AG Soz. Lehrer; 1948 Schulltr. in Lübben; externes Lehrerstudium; 1950 Doz. an der ABF Potsdam; 1951 – 52 Einjahreslehrgang an der SED-LPS Brandenb.; 1952 Instrukteur der SED-LL Brandenb.; ab 1952 tätig an der PH Potsdam, wo er Marx.-Lenin. u. Geschichte lehrte; 1953 St.-Ex. bei  Karl Obermann; 1958 Prom. mit einer Gesamtdarstellung des RFB; 1958 Doz. für Geschichte an der PH Potsdam; 1964 Habil. über militar. Wehrverbände in der Weimarer Rep. an der FSU Jena; 1964 – 89 vom MfS als IM erf.; 1965 Prof. mit Lehrauftrag u. 1969 ord. Prof. an der PH Potsdam; 1967 – 69 Dir. des Inst. für Geschichte an der PH Potsdam; 1973 – 78 dort stellv. Sektionsdir.; 1979 – 85 dort Prorektor für Ges.-Wiss., zeitw. Abg. des Bez.-Tags Potsdam; 1984 NP.
1991 Vorruhestand; PDS; gest. in Potsdam.
F. arbeitete vorrangig auf den Gebieten Geschichte der dt. Arbeiterbew. u. Widerstand gegen das NS-Regime; insbes. mit seinen Arbeiten über den dt. Widerstand trug er dazu bei, das einseitige Bild in der DDR zu differenzieren; seine Bücher erzielten hohe Aufl. u. wurden in mehrere Sprachen übersetzt.

Publ.: Stauffenberg u. der 20. Juli 1944. Berlin 1967; Graf Moltke u. der Kreisauer Krs. Berlin 1978; Geschichte des RFB. Berlin 1981; Der 20. Juli 1944. Berlin 1994; 20. Juli 1944 – 20. Juli 1994. Leipzig 1995; Zwischen Integration u. Legitimation. Schkeuditz 1999.
ISK

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