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Frankenberg u. Proschlitz, Egbert von

* 20.3.1909, † 15.3.2000
NDPD-Funktionär, Präsident des Allgemeinen Deutschen Motorsportverbandes

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Straßburg (Elsaß/Strasbourg Frankreich); Vater Offz.; Gymnasium, Abitur; 1931/ 32 Teilstudium der Meteorol. an der Univ. Berlin; 1931 – 35 Ausbildung zum Flugzeugführer (Land u. See); April 1931 NSDAP; Nov. 1932 SS; 1935 – 42 Wehrmacht, Major; 1938/39 freiw. zur Legion Condor im span. Bürgerkrieg; ab Jan. 1943 Kommodore des Edelweißgeschwaders der Luftwaffe in der UdSSR; 1943 – 48 sowj. Kriegsgefangenschaft, hier Anwerbung als GRU-Agent; 1943 Mitgl. des NKFD u. Gründungsmitgl. des Bunds Dt. Offz.; 1944 durch das RKG in Abwesenheit zum Tode verurteilt.
1948 Rückkehr nach Dtl.; Ref. in der Landesreg. Sachsen; 1949 NDPD; hauptamtl. Mitarb. in Dresden, 1949 – 51 pol. Geschäftsf. der NDPD in Thür.; 1950/51 Vizepräs. des Thür. Landtags; 1951 – 90 Mitgl. des Hauptaussch. der NDPD; 1951/52 Landesvors. in Berlin; 1951 – 54 Abg. der Volkskammer; als IM der HV A erf.; 1952 – 57 Präs. der Sekt. Motorrennsport; ab 1954 Doz. an der HS der NDPD in Waldsieversdorf (Krs. Strausberg); 1956 Anerkennung als VdN; 1957 Prom. zum Dr. rer. pol. an der DASR Potsdam mit der
Diss. »Die Massenvernichtungswaffen – einige militärpol. u. völkerrechtl. Überlegungen«; 1957 – 89 militärpol. Kommentator des Staatl. Komitees für Rundfunk; 1957 – 78 Präs. des Allg. Dt. Motorsport-Verb. (ADMV); 1962 – 67 Vizepräs. der Fédération Internationale des Motocyclistes; 1958 – 72 Mitgl. des Vorst. der Arbeitsgemeinschaft ehem. Offz.; 1962 – 75 Mitgl. der Dt. Liga für die Vereinten Nationen; 1979 VVO; 1989 Habil. zum Dr. sc. an der HU Berlin mit einer Arbeit über die Vereinten Nationen; gest. in Berlin.

Publ.: Dt. Selbstmord durch amerikan. Krieg. Berlin 1954; Militärpolit. Kommentare. Leipzig 1957; Meine Entscheidung. Berlin 1963; Tradition im Kreuzverhör. Meine Familie in der Geschichte. Berlin 1980.
BRB

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