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Frankenstein, Wolfgang

* 5.5.1918, † 6.3.2010
Maler

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Abitur; 1933 – 37 Abendunterricht im Zeichnen in den Vereinigten Staatsschulen für freie u. angewandte Kunst Berlin-Charlottenburg bei Max Kaus; 1937 – 39 Ausbildung zum Gebrauchsgrafiker; 1939 Ablehnung der Bewerbung an der Kunst-HS Berlin aus »rass.« Gründen, Studienverbot; 1939 – 41 Wehrmacht, als »wehrunwürdig« entlassen; 1941/42 Studium an der Kunst-HS Berlin u. a. bei Max Kaus; 1943 erneut Studienverbot u. Verbot künstler. Tätigkeit; 1943/44 Dienstverpflichtung als techn. Zeichner; nach Einberufung in ein Arbeitslager Simulation von Schizophrenie, bis 1945 Nervenheilanstalt Berlin-Nikolassee, dort unter Gestapo-Aufsicht.
1946 – 48 Mitarb. an versch. Kulturztschr., u. a. »Der Ruf«, »Athena«; 1948 – 51 künstler. Ltr. der Galerie Gerd Rosen in Berlin (West); 1949 Mitbegr. u. Akteur des Künstlerkabaretts »Die Badewanne«; 1949/50 Vorstandsmitgl. der Künstlervereinigungen »Der Ring« u. »Neue Gruppe«; 1951 nach öffentl. Auftreten gegen die Remilitarisierung der Bundesrep. Dtl. Ausschl. aus den Künstlerverbänden, Eintritt in die FDJ Berlin (West); Mitbegr. des Groß-Berliner Komitees der Kulturschaffenden u. dessen Vorstandsmitgl. bis zur Auflösung 1961; VBK; 1951 – 53 mit  Waldemar Grzimek u. Gerhard Moll komplexe künstler. Ausgestaltung des Kulturhauses im Jugendwerkhof Berlin-Hessenwinkel; 1953 Studienreise nach Italien; Übersiedl. nach Berlin (Ost); 1954 – 57 Wandbild im VEB Holzwerk Berlin-Hohenschönhausen; ab 1955 Betreuung der künstler. Gestaltung des Sportforums Dynamo in Berlin; 1960 Kunstpreis der DDR; 1961 SED; 1962 Prof. für Theorie u. Praxis der künstler. Gestaltung an der EMAU Greifswald; 1960 – 73 zahlr. baugebundene Arbeiten u. Tafelbilder, Reisen in die UdSSR, nach Ungarn, Bulgarien, Italien, Frankreich, Ägypten, in die Niederl., und den Irak; 1968 VVO; 1968 Prof. mit Lehrauftrag an der HU Berlin, Ltr. des Inst. für Kunsterziehung; 1972 Mitgl. des EK, seit 1979 Ehrenpräs. der Associacion d’Art Plastique (UNESCO); ab 1973 Mitgl. des ZV des VBK; 1998 Ausst. »W. F. – zum 80. Geburtstag« in der Galerie Brockstedt Berlin; 2003 Ausst. zum 85. Geburtstag im Ephraim-Palais Berlin-Mitte; gest. in Berlin.

Sek.-Lit.: Förster, G.: W. F. Dresden 1976; Claußnitzer, G.: W. F. Dresden 1977; Zone 5. Kunst in der Viersektorenstadt 1945 – 51. Hrsg. E. Gillen u. D. Schmidt. Berlin 1989; Merkert, J.: W. F.: Malerei u. Grafik. Berlin 1993; Moeller, M. (Hrsg.): W. F., die Schmidt-Rottluff-Bildnisse. Berlin 1995; Krause, M. u. a. (Hrsg.): W. F., schwarzer Kanal. Berlin 2001.
AnS

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