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Friedrich, Götz

* 4.8.1930, † 12.12.2000
Opernregisseur

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Freyburg (Unstrut); Vater Rechtsanwalt, Notar; 1949 Abitur am Dom-Gymnasium Naumburg (Saale); 1949 – 53 Studium der Theaterwiss. am Dt. Theaterinst. Weimar, Diplom; Mstr.-Schüler  Walter Felsensteins; 1953 – 72 Komische Oper Berlin; ab 1953 Dramaturg u. Regieassistent; ab 1957 1. Regieassistent u. Wiss. Mitarb. des Intendanten; 1959 Regisseur; Debüt mit Puccinis »La Bohème«; 1968 – 72 Oberspielltr.; Gastspiele u. a. in Bayreuth, 1972 mit »Tannhäuser«; 1954 – 61 Lehrauftrag Dramaturgie, Staatl. Schauspielschule Berlin; 1955 – 64 Lehrauftrag Dramaturgie u. Theatergeschichte, HS für Bildende Künste Berlin; 1964 – 72 Lehrauftrag Regie, HS für Musik »Hanns Eisler« Berlin (1970 Prof.); 1967 NP; 1969 – 73 u. 1990 Mitgl. der AdK der DDR; Vors. der Sekt. Musiktheater des Theaterverb. der DDR; 1972 Weggang aus der DDR; 1972 Chefregisseur der Niederländ. Oper Amsterdam; 1977 – 81 Staatsoper Hamburg (bis 1977 Oberspielltr., dann Chefregisseur), zugleich Principal Producer Royal Opera Covent Garden London; 1981 – 2001 Gen.-Intendant der Dt. Oper Berlin, zugleich 1984 – 93 Intendant am Berliner Theater des Westens; 1973 Mitgl. der Freien AdK Hamburg; 1982 AdK Berlin (West) (ab 1993 AdK Berlin-Brandenb.), dort 1984 – 89 stellv. Dir. der Abt. Darstellende Kunst; gest. in Berlin.
G. F. interpretierte, der Methode W. Felsensteins folgend, Oper als Musiktheater: 1958 – 72 33 Bühneninszenierungen (Verdi, Mozart, Puccini, R. Strauss), 1959 – 71 5 Operninszenierungen für Film u. Fernsehen; Gastregie in Bremen, Bayreuth, Dänemark u. Schweden; insges. über 120 Inszenierungen (seit 1972 auch Wagner).

Publ.: Walter Felsenstein. Weg u. Werk, Berlin 1961; Musiktheater. Ansichten, Einsichten. Frankfurt (Main) 1986; Mein Opernführer. Berlin 2002.
Sek.-Lit.: G. F. – Abenteuer Musiktheater. Bonn 1978; Christians, F. W.: Opern, Zeiten, Entwürfe, Erfahrungen, Begegnungen mit G. F. Eine Künstlerbiogr. in 107 Beiträgen. Berlin 1995; Reißlinger, M.: G. F. Künstler wider Willen. Berlin 2000; Eggert, J.: G. F. – Musiktheater. Berlin 2001.
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