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Baade, Brunolf

* 15.3.1904, † 14.10.1969
Generalkonstrukteur der Luftfahrtindustrie

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Berlin; Volksschule, Gymnasium, 1922 Abitur; Ing.-Studium an den TH Berlin u. München, 1929 Dipl.; anschl. Konstrukteur bei den Bayer. Flugzeugwerken; 1930 – 36 USA-Aufenthalt mit Forschungstätigkeit im Flug- u. Schienenfahrzeugbau; ab 1936 Ltr. des Neukonstruktionsbüros beim Junkers-Flugzeugwerk in Dessau, u. a. Entw. der Ju 288.
1945 Mitgl. des Techn. Rats der Stadt Dessau, ab Juli 1945 Mitarb., dann Ltr. der Rekonstruktion des Flugzeug- u. Motorenwerks; Herbst 1946 – im Zuge der Demontage des Werks – als Spezialist in die UdSSR, Chefkonstrukteur in Sawjolowo (b. Moskau), 1953/54 dort Vorbereitung zum Aufbau der DDR-Flugzeugindustrie; 1954 Rückkehr in die DDR; SED; Konstruktion u. Bau von Flugzeugen; 1957 Mitgl. des Forschungsrats, 1958 Ltr. des Forschungszentrums u. Gen.-Konstrukteur der Luftfahrtindustrie; Mitbegr. der Ing.-Schule für Flugzeugbau u. der Fak. für Luftfahrt an der TH Dresden, dort auch Lehrbeauftr. u. Prof.; 1958 – 63 Kand. des ZK der SED; Konstrukteur des DDR-Düsenverkehrsflugzeugs 152 (Erstflug 4.12.1958, Absturz 4.3.1959, 2. Prototyp 26.8.1960 in Flugerprobung); 1959 VVO; nach der Einstellung von Entw. u. Prod. von Flugzeugen ab März 1961 Dir. des neugegr. Inst. für Leichtbau u. ökon. Verwendung der Werkstoffe in Dresden; gest. in Dresden.

Publ.: Farnborough. Dresden 1959; Dem Fortschritt verbunden. Leipzig 1957; Junkersflugzeuge 1933 – 1945. Erlangen 1999.
Sek.-Lit.: Brandner, F.: Ein Leben zwischen Fronten. Ingenieur im Schußfeld der Weltpol. München 1973.
AKa; HME

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