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Gebhardt, Willy

* 20.6.1901, † 12.5.1973
Innenminister des Landes Thüringen

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Niedersynderstedt (Krs. Weimar); Vater Kraftfahrer u. Schlosser; Volks- u. gewerbl. Fortbildungsschule; Ausbildung zum u. Arbeit als Schlosser; 1916 DMV u. SAJ; 1919 SPD; 1923 KPD; Red. des KPD-Organs »Neue
Ztg.« (Jena); 18.3.1930 Verurteilung durch das Reichsgericht in Leipzig wegen »Vorber. zum Hochverrat« zu einem Jahr Festungshaft in Gollnow; 1931/32 Org.-Sekr. des Proletar. Freidenkerverb. Thür., nach Verbot des Verb. 1932/33 Sekr. der KPD Suhl u. Abg. des Thür. Landtags; nach 1933 illeg. pol. Arbeit; bis 1934 »Schutzhaft« im KZ Bad Sulza; 1934 – 44 Bauarb. bzw. Hilfsmonteur; 1944 erneut inhaftiert, KZ Buchenwald.
1945/46 Betriebsratsvors. im Elektrizitätswerk Jena; ab März 1946 Org.-Sekr. der KPD-KL bzw. des SED-KV für den Stadt- u. Landkrs. Stadtroda; ab Febr. 1947 Landrat des Landkrs. Stadtroda; Okt. 1947 – 31.7.1952 Innenmin. des Landes Thür. (Nachf. von  Werner Eggerath); 1946 – 71 Mitgl. der SED-LL Thür. bzw. der BL Erfurt, zeitw. des Sekr. bzw. des Büros der BL; 1950 – 53 Fernstudium an der PHS; 1952 – 62 Vors. des Rats des Bez. Erfurt, Abg. des Bez.-Tags; 1961 – 72 Vors. des DSF-BV Erfurt.

AnH

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Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
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Biographische Angaben aus dem Handbuch der Deutschen Kommunisten:


Geboren am 20. Juni 1901 in Niedersynderstedt/ Krs. Weimar, Sohn eines Kraftfahrers; Schlosserlehre. Gebhardt trat 1916 dem DMV und der Arbeiterjugend bei. 1919 wurde er Mitglied der SPD, 1923 der KPD. Von 1922 bis 1925 Werkzeugschlosser im Leuna-Werk, ab 1925 Fräser bei Zeiss in Jena. Von 1927 bis 1930 zunächst Volontär, dann Redakteur des KPD-Organs »Neue Zeitung« Jena. Da Gebhardt für die Zeitung verantwortlich zeichnete (»Sitzredakteur«), wurde er am 18. März 1930 durch das Reichsgericht in Leipzig zu einem Jahr Festungshaft verurteilt, die er bis April 1931 auf der Festung Gollnow verbüßte. 1931/32 war Gebhardt Orgsekretär des Proletarischen Freidenker-Verbandes Thüringen. Nach dessen Verbot KPD-Sekretär in Suhl, er wurde im Juli 1932 als Abgeordneter in den Thüringer Landtag gewählt. 1933 verhaftet und bis 1934 im KZ. Nach der Freilassung Arbeiter, ab 1937 Hilfsmonteur im Jenaer Elektrizitätswerk, im August 1944 erneut inhaftiert und in das KZ Buchenwald gebracht. 1945/46 Betriebsratsvorsitzender des Elektrizitätswerkes in Jena, ab März 1946 Orgsekretär der KPD bzw. ab April 1946 der SED Jena und kam im Oktober 1946 in den Thüringer Landtag. Ab Februar 1947 Landrat von Stadtroda, dann im Oktober 1947 Nachfolger von Ernst Busse als Innenminister des Landes Thüringen. Nach der Auflösung der Länder im Juli 1952 bis 1962 Vorsitzender des Rates des Bezirks Erfurt. Er erhielt den VVO in Silber. Willy Gebhardt starb am 12. Mai 1973 in Erfurt.

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