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Gerlach, Hans-Martin

* 10.12.1940
Philosoph

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Wimmelburg/Eisleben; Vater Bergmann; ab 1947 Grundschule, 1959 Abitur an der Martin-Luther-OS Eisleben; 1959 – 64 Studium der Philos. mit Nebenfach dt. Lit.-u. Kunstgeschichte an der KMU Leipzig; 1963 SED; 1964 – 69 wiss. Assistent am Inst. für Philos. der MLU Halle, 1968 Prom. mit der Arbeit »Die polit. Philos. Karl Jaspers«, 1979 – 75 wiss. Oberass., 1975 Habil. zum Thema »Von der Existenz zum Sein. Existenzphilosophie v. Jaspers u. Heidegger«; 1976 – 82 Doz. u. 1984 ord. Prof. für Geschichte der Philos. an der MLU; ab 1983 Mitgl. u. 1990 kurzz. Vors. des Wiss. Beirates für Philos. beim Min. für Hoch- u. Fachschulwesen.
1991 nach Abwickl. der Sektion marxist.-leninist. Philos. trotz positiver Evaluierung an der MLU nicht weiter beschäftigt; 1990 – 98 Vors. der Förder- u. Forschungsgemeinschaft Friedrich Nietzsche e. V. (seit 1998 Nietzsche-Ges.); 1991 – 93 ABM-Beschäftigung zur Aufarb. der Universitätsgeschichte (während der Zeit der Aufklärung) in Vorbereitung auf das 300. Gründungsjubiläum der MLU; 1993 – 97 Vertretungsprof. am Phil. Seminar der Johannes-Gutenberg-Univ. zu Mainz, anschl. dort ord. Prof. für Philos. u. Ltr. der Kant-Forschungsstelle; seit 1999 Mitgl. des Vorstandes der Kant-Ges. in Dtl.; 2005 em.; lebt in Leipzig.

Publ.: Existenzphilos. u. Politik. Berlin 1974; Bürgerl. Philosophieren in unserer Zeit. Berlin 1982 (mit -> R. Mocek); Martin Heidegger. Denk- u. Irrwege eines spätbürgerl. Philosophen. Berlin 1982; Existenzphilosophie – Karl Jaspers. Berlin 1987; Husserl in Halle. Frankfurt (Main) 1994 (mit H. R. Sepp); Christian Wolff – seine Schule u. seine Gegner. Hamburg 2001 (Hrsg.); Ausgänge. Zur DDR-Philos. in den 70er u. 80er Jahren. Berlin 2009 (Hrsg. mit H.-C. Rauh).
HCR

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