Biographische Datenbanken

Gißke, Ehrhardt

* 2.3.1924, † 19.7.1993
Stadtbaudirektor von Berlin

Biographische Angaben aus dem Handbuch „Wer war wer in der DDR?“:


Geb. in Schönstedt (Krs. Bad Langensalza); Vater Maurer; 1938 – 40 Ausbildung zum Maurer; 1941 – 43 Staatsbauschule Gotha; 1942 NSDAP; 1943 – 45 Wehrmacht.
1945 Ing.-Schule für Bauwesen Gotha, Bauing.; SED; 1945 – 50 Ltr. des volkseigenen Entwurfsbüros in Bad Langensalza; leitete den Wiederaufbau des durch eine Naturkatastrophe zerstörten Ortes Bruchstedt, den Bau von Sportstätten in Oberhof u. Leipzig; 1952 Abt.-Ltr. im thüring. Min. für Wirtschaft u. Arbeit in Erfurt; 1951/52 Sonderbeauftr. im Min. für den Aufbau Berlins; 1952 – 55 Abt.-Ltr. im Baustab beim Nat. Aufbauprogr. in Berlin, Sonderbaustab Stalinallee, Org. der Trümmerbahn; 1955 – 58 stellv. Chefarchitekt u. 1958 – 63 Stadtbaudir. von Berlin; 1964/65 stellv. Dir. des VEB Typenprojektierung Berlin; 1966 – 73 Dir. des Inst. für Industriebau der DBA; 1969 Prom., Dr.-Ing.; 1973 Prof. an der DBA; 1974 – 89 GD der Baudir. Berlin des Min. für Bauwesen, leitete u. a. den Bau der Sondervorhaben Palast der Rep., Friedrichstadtpalast, Grand-Hotel, Palast-Hotel, Platz der Akad. mit Schauspielhaus u. Frz. Dom, Berliner Dom, Sport- u. Erholungszentrum, Nikolaiviertel in Berlin; 1969 u. 1986 NP; 1979 VVO; 1984 KMO.
Prägte durch seinen Einfluß auf Großprojekte die hist. Phase des innerstädt. Bauens in Berlin.

Publ.: Der Bebauungsplan für das Zentrum der Hauptstadt der DDR. Berlin 1961; Bauen in Berlin. Berlin 1987 (Hrsg.); Bauen – mein Leben. Berlin 1987; Nikolaiviertel u. Friedrichswerdersche Kirche. Berlin 1988.
SiH; HME

© Die Urheberrechte am Lexikon und aller seiner Teile liegen beim Ch. Links Verlag. Die Weiterverwendung von Biographien oder Abschnitten daraus bedürfen der Zustimmung des Verlages.
Redaktionsschluss: Oktober 2009. Eine kontinuierliche Aktualisierung der Biographien kann von den Herausgebern nicht gewährleistet werden. Soweit bekannt, werden Sterbedaten in regelmäßigen Abständen nachgetragen. Änderungs- und Korrekturwünsche werden von den Herausgebern des Handbuches geprüft und ggfl. eingearbeitet.
Ch. Links Verlag, Schönhauser Allee 36, 10435 Berlin, Tel. 030- 44 02 32-0, mail@christoph-links-verlag.de

Zum Abkürzungsverzeichnis