Frau Dr. Walther-von Jena wurde im Januar 1958 in Leipzig geboren. Die Leitende Archivdirektorin ist gegenwärtig als Direktorin der Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv (SAPMO) tätig.

Nach dem Abitur in Leipzig begann sie im September 1977 ein Studium der Archivwissenschaften und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Ihre Diplomarbeit beschäftigte sich mit den Ministerkonferenzen des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda. Das anschließende Forschungsstudium beendete sie 1984 mit einer Dissertation zum Verhältnis von NS-Pressepropaganda und Bevölkerungsstimmung in der ersten Phase des Zweiten Weltkriegs in Berlin.

Im November 1984 begann sie ihr berufliche Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. Arbeitsbereichsleiterin im Zentralen Parteiarchiv der SED und hat u.a. an der Edition von Dokumenten zum Reichstagsbrandprozess mitgearbeitet.

Seit 1993 zunächst als Referatsleiterin in der SAPMO tätig, beteiligte sie sich maßgeblich an der Herausgabe der Edition der Politbüroprotokolle des ZK der SED und vertrat das Bundesarchiv im Internationalen Projekt zur Digitalisierung des Komintern-Archivs. Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Referatsleiterin in der Abteilung DDR (1998-2004) entstand ein wissenschaftliches Findbuch zum Bestand des Generalstaatsanwalts der DDR.

Auch als Kopfreferatsleiterin (seit Juli 2004) und kommissarische Leiterin der Abteilung Deutsches Reich (2013-2015) hat sie zu Archivgeschichte, fachspezifischer Erschließung, Benutzung und Auswertung Aufsätze veröffentlicht bzw. referiert. Frau Dr. Walther-von Jena ist Mitglied im Herausgebergremium der 16-bändigen Edition Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945 sowie in den wissenschaftlichen Beiräten der Stiftung Gedenkstätte Buchenwald/Mittelbau-Dora und des Schweizerischen Sozialarchivs in Zürich.

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