Demokratie unter Druck. Freiheit, Protest und Extremismus in Europa nach 1989/90

14. Geschichtsmesse der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
28.-30. April 2022 im Ringberg Hotel, Suhl

Auf der 14. Geschichtsmesse stand unter dem Titel „Demokratie unter Druck“ das Spannungsfeld zwischen Freiheit, Protest und Extremismus in Deutschland und Europa nach 1989/90 im Vordergrund.

Freiheit ist in unserer Geschichte ein scheinbar übermächtiges Leitmotiv. Der Wunsch nach Freiheit war und ist Antrieb für Revolutionen und gesellschaftlichen Wandel. Über kaum einen anderen Begriff wird in der historisch-politischen Bildung und insbesondere im Bereich der Aufarbeitung der SED-Diktatur so viel gesprochen. Was aber ist mit Freiheit genau gemeint? Was verstehen Menschen in Ost- und Westdeutschland jeweils darunter? Warum fühlen sich manche Bürgerinnen und Bürger auch in der Demokratie unfrei? In welchem Verhältnis stehen Freiheit, Protest und politischer Extremismus? Und welche Rolle spielen rechte Gewalt und Extremismus in der andauernden Vereinigungsdebatte zwischen „West“ und „Ost“ rund 30 Jahre nach den Ausschreitungen von Hoyerswerda, Mölln, Rostock-Lichtenhagen, etc.?. Dies waren nur einige der Fragen, die auf der Geschichtsmesse diskutiert wurden.

Wie immer bot die Geschichtsmesse ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Podiumsgesprächen, Vorträgen und Filmen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Forums waren darüber hinaus eingeladen, dem Publikum ihre aktuellen Projekte vorzustellen. Die über 250 Tagungsgäste konnten sich so über rund 50 aktuelle Ausstellungen, Bildungsprojekte, Veranstaltungsvorhaben, Film- und Multimediaprojekte und Publikationen informieren, gemeinsam neue Ideen entwickeln und Kontakte knüpfen.

Audio-Mitschnitte

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Die kompletten Audio-Mitschnitte der Geschichtsmessen seit 2019 mit vielen interessanten Vorträgen und Podiumsdiskussionen finden Sie in unserer Mediathek.
Tamina Kutscher
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