Frauengefängnis Hoheneck

Tausende Frauen waren von 1949 bis 1989 in dem berüchtigten DDR-Gefängnis Hoheneck in Sachsen eingesperrt. Etwa 40% der Häftlinge waren politische Gefangene der SED-Diktatur. Sie hatten zum Beispiel einen Ausreiseantrag gestellt oder einen Fluchtversuch in den Westen unternommen und waren wegen "versuchter Republikflucht", "illegaler Verbindungsaufnahme", "landesverräterischer Agententätigkeit" oder ähnlichen "Delikten" verhaftet worden. DDR-Gerichte verurteilten viele von ihnen zu mehreren Jahren Zuchthaus.

Zeitzeugen

Welche Frauen wurden im Gefängnis Hoheneck inhaftiert und aus welchen Gründen? Wie erinnern sich die Frauen an die Zwangsarbeit und die schwierigen Haftbedingungen? Wie gestaltete sich der Kontakt zur Außenwelt, was passierte mit ihren Familien? Über unser Zeitzeugenbüro können Frauen, die in Hoheneck inhaftiert waren, direkt für Veranstaltungen, Interviews und Gespräche im Unterricht kontaktiert werden.
Konstanze Helber im Interview mit dem MDR Sachsenspiegel
Literatur, Filme, Webportale

Materialien

Die Haftbedingungen im ehemaligen Frauengefängnis Hoheneck waren gefürchtet. Das für 600 Häftlinge ausgerichtete Gefängnis war zeitweise mit mehr als 1.600 Frauen überbelegt. Inhaftiert waren Kriminelle ebenso wie die "Politischen", die in Opposition zur kommunistischen Diktatur standen. Unsere Stiftungsbibliothek verfügt über Monographien und Zeitzeugenberichte zum ehemaligen Frauengefängnis Hoheneck. Weitere Materialien haben wir im Folgenden zusammengestellt.
Broschüre mit der Aufschrift Publikationen