Biographische Angaben aus dem Handbuch "Wer war wer in der DDR?":

Geb. in Ansbach; Vater Gaswerkmstr.; nach Volks- u. Handelsschule kfm. Lehre u. Handelsvertreter; 1899 – 1933 Mitgl. der Dt. Angest.-Gewerkschaft, ehrenamtl. 2. Vors.; 1920 – 33 deren Vors. in Thür.; 1906 – 33 DDP bzw. Dt. Staatspartei; 1919 – 33 Mitgl. des Stadtrats von Weimar; 1925 – 30 Abg. des Thür. Landtags; 1933 – 45 Handelsvertreter.
29.7.1945 in Weimar Mitbegr. des Landesverb. Thüringen der Demokr. Partei (ab Dez. 1945 LDP) u. bis 1949 Vors. des Landesverb. Thür. der LDP; Mai 1945 – Dez. 1946 Dir. des Landesamts für Finanzen der Landesverw. Thür.; 1948/49 Mitgl. des Dt. Volksrats; 1948/ 49 (Mit-)Vors.; Dez. 1946 – 49 stellv. Min.-Präs. u. Finanzmin. des Landes, 18.1.1950 Rücktritt; Vorwürfe der »Schädlingstätigkeit u. Spionage«, um einer befürchteten Verhaftung zu entgehen, Jan. 1950 Übersiedl. nach Berlin (West), später München; in Abwesenheit in einem Schauprozeß »wegen finanzieller Schädigung des Landes Thür.« am 8.12.1950 vom OG der DDR zu einer Zuchthausstrafe verurteilt.

Sek.-Lit.
Broszat, M. u. a. (Hrsg.): SBZ-Handbuch. München 1993.