Die Bundesstiftung Aufarbeitung und der Beauftragte der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer laden ein

Wie verarbeiten Staaten und Gesellschaften ihre Vergangenheit aus Gewaltherrschaft, Diktaturen oder Kriegen? Die unterschiedlichen Wege verschiedener Nationen sind Thema der zehnteiligen Veranstaltungsreihe „Transitional Justice“ der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Beauftragten der Bundesregierung für die Neuen Bundesländer.

Zum Auftakt am 23. Februar, 18 Uhr, wird der Umgang mit dem politischen Unrecht der DDR im vereinten Deutschland im Livestream diskutiert: Christoph Schaefgen berichtet aus der juristischen Aufarbeitung und bringt seine Erfahrungen als Generalstaatsanwalt für die Verfolgung von DDR-Unrecht ein. Die DDR-Bürgerrechtlerin und Künstlerin Katrin Hattenhauer setzt sich für die gesellschaftliche Aufarbeitung der SED-Diktatur ein, sich selbst sieht sie dabei bis heute als „Täterin, nicht als Opfer“. Die Geschäftsführerin der Bundesstiftung Aufarbeitung Anna Kaminsky betrachtet den Aufarbeitungsprozess in Deutschland in seiner Gesamtheit sowie im internationalen Vergleich. Moderiert wird das Gespräch von Tamina Kutscher, Chefredakteurin der Nachrichten- und Debattenplattform dekoder.org.

Die zehnteilige Veranstaltungsreihe „Transitional Justice“ zeigt an ausgewählten Länderbeispielen unterschiedliche Aspekte von gesellschaftlichen und rechtlichen Aufarbeitungsprozessen nach Systemumbrüchen auf und thematisiert Erinnerungskultur und -politik im jeweiligen nationalen Kontext. In den folgenden Veranstaltungen wird Transitional Justice mit Blick auf die Staaten Ostmitteleuropas, der ehemaligen Sowjetunion, Südamerikas, Afrikas und Westeuropas diskutiert.

Eine Übersicht der kommenden Veranstaltungen finden Sie in unserem Flyer.

 

Online-Podiumsdiskussion: Versöhnung, Gerechtigkeit, Aufarbeitung – Der Umgang mit der kommunistischen Vergangenheit in Deutschland

23. Februar 2021 | 18:00 Uhr

Livestream unter: https://youtu.be/ImmuNGZT5IE

Die Auftaktveranstaltung findet in deutscher Sprache statt und wird als Aufzeichnung mit englischen Untertiteln versehen. Die folgenden Diskussionen werden simultan (deutsch/englisch) übertragen und aufgezeichnet.

Die Aufzeichnung kann in der Mediathek abgerufen werden.