Internationales Gedenkstättentreffen Kreisau

Das Seminar richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen von Gedenkstätten oder Museen und Personen, die sich in Projektarbeit oder Schule und Hochschule mit der Geschichte von Nationalsozialismus, dem Völkermord an den Juden, Stalinismus und kommunistischer Diktatur sowie anderen Formen totalitärer Gewaltherrschaft und des Widerstandes dagegen auseinander setzen. Das Seminar versteht sich als Forum für den gesamteuropäischen Erfahrungsaustausch von Vertretern aus der Praxis, die in der historisch-politischen Bildungsarbeit tätig sind.

Das ost-westeuropäische Gedenkstättenseminar wird veranstaltet von der Stiftung Kreisau, der Evangelischen Akademie zu Berlin, dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, dem Polnischem Institut für Nationales Gedenken in Breslau und der Bundesstiftung Aufarbeitung in Kooperation mit der Kreisau Initiative e.V.

Save the date!

Das 15. Ost-West-Europäische Gedenkstättentreffen Kreisau findet vom 29. März bis 1. April 2017 statt. Dieses Jahr wollen wir über das folgende Thema diskutieren: „Abgrenzung und Verflechtung: historische Grenzerfahrungen in Europa.“

Grenzen durchziehen Europa, Zäune umschließen Staaten und Mauern trennen Menschen voneinander. Grenzlinien waren umkämpft, wurden verschoben, verteidigt, neu definiert – und schließlich geöffnet. Die europäische Geschichte ist eine der Überwindung von Grenzen. Über Schranken hinweg erleben die Europäer Migration und eine multiethnische Realität, die nicht zuletzt auch vom Neben- und Gegeneinander der Konfessionen geprägt war. Unsichtbare Grenzen umschlossen ethnische, religiöse, politische Minderheiten, Ausgegrenzte wurden entrechtet, verfolgt und ermordet. Neben Abschottung gab es auch ein Miteinander, Respekt vor Diversität und wechselseitige kulturelle Bereicherung. Wie diese Geschichte die nationalen Narrative in Ost- und Westeuropa prägt, thematisiert das Gedenkstättentreffen.

Das Programm und das Anmeldeformular stehen Ihnen hier im Januar 2017 zur Verfügung.