Interviews mit Gulag-Zeitzeugen als Podcast

In den vergangenen Jahrzehnten hat der Historiker Dr. Meinhard Stark fast 300 ehemalige Lagerhäftlinge bzw. ihre Kinder in Russland, Polen, Kasachstan, Litauen und Deutschland interviewt und die Aufzeichnungen und Begleitmaterial dem Archiv der Stiftung zur Verfügung gestellt.

Einige der beeindruckenden Interviews sind nun als Podcast verfügbar. In diesem Bereich können Sie sich die Audiodateien direkt online anhören oder zur nicht-kommerziellen Nutzung kostenlos herunterladen. Neben den einzelnen Interviews auf dieser Seite, finden Sie hier zusammengefassten Berichte der Zeitzeugen zu einzelnen Themen wie z.B. ihrer biografischen Vorgeschichte, ihrer Verhaftung oder dem Haftalltag.

Weitere Informationen zur Entstehungsgeschichte der Podcasts finden Sie auf den Seiten des Stiftungsarchivs.

Jugendliche und Erwachsene im Gulag

 

 

 

"Gulag-Kinder"

Zwischen Ende der 1920er und Mitte der 1950er Jahre hatte die sowjetische Staatsführung unter Stalin annähernd 18 Millionen Menschen im Gulag inhaftiert. Es sind ihre Töchter und Söhne, die als „Gulag-Kinder“ bezeichnet werden, weil sie selbst unmittelbar von den Verfolgungen betroffen waren. Die erlebte Verhaftung ihrer Väter oder Mütter erzeugte bei den zurückgebliebenen Mädchen und Jungen eine extreme psychische Belastung; ganz abgesehen von der nachfolgenden gesellschaftlichen Ächtung.