Medien
  • Seit 2020 betreibt Memorial Deutschland einen eigenen Podcast

 

Breit wurde über das Verbot von Memorial im Dezember 2022 in den öffentlichen Medien berichtet, unter anderem:

Webportale mit Angeboten zu Memorial
  • Memorial International
  • Memorial Deutschland
  • YouTube-Kanal von Memorial International
  • Die Letzte Adresse („Последний адрес“)
    Das Webportal dokumentiert die Bemühungen des Projekts „Die letzte Adresse“. Dieses widmet sich der Bewahrung der Erinnerung an die unschuldigen Opfer der sowjetischen politischen Repressionen. Es wurde 2013 vom russischen Memorial-Netzwerk sowie Historikern und Journalisten in Moskau initiiert und ist angelehnt an die „Stolpersteine“, die in Deutschland an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Auf jeder Tafel ist links neben der Inschrift ein Viereck ausgeschnitten, das symbolisch für die Form eines Passbilds steht. Das Webportal stellt außerdem eine Übersicht aller bisher realisierten Tafeln sowie eine umfassende Datenbank und ein breites Literaturverzeichnis zur Verfügung.
  • „Die Rückgabe der Namen“ („Возвращение имён“)
    Das Webportal dokumentiert die Gedenkveranstaltungen „Die Rückgabe der Namen“.
    Am 29. Oktober, am Vorabend des in Russland offiziellen Gedenktages für die Opfer politischer Verfolgung, werden jedes Jahr in vielen russischen Städten sowie in zahlreichen Städten rund um die Welt die Namen derer gelesen, die Opfer des stalinistischen Terrors wurden. Mit der öffentlichen Verlesung der Namen soll den Menschen ihre Identität und damit ein Stück ihrer Würde wiedergegeben werden. Die erste Gedenkveranstaltung dieser Art fand am 29. Oktober 2007 am Solowezki-Stein für die Opfer der politischen Repressionen in Moskau statt.
  • „Die Freiheit kommt mit den Füßen“ („Свобода приходит ногами“)
    Das Projekt stellt eine Chronologie der sechs Tage des Augustputsches im Jahr 1991 dar. Eine Karte von Moskau zeigt rund dreihundert Ereignisse mit stündlichen Zeitangaben der letzten Konfrontation zwischen der Gesellschaft und dem Sowjetstaat in Russland.
  • „1968. Das Jahr der Menschenrechte“ („1968. год прав человека“)
    Das Webportal dokumentiert die Ereignisse des Jahres 1968 in verschiedenen Staaten der Welt. Vorgestellt werden Audio-, Video-, Text- und Bildbeiträge in verschiedenen thematischen Kategorien.
  • „Fond 21“ („Фонд 21“)
    Das Portal stellt eine digitale Version der Dokumentensammlung von Memorial International über die Geschichte der Zwangsarbeit dar. Es bietet Zugang zu Fotos und Dokumenten, die vor 1946 entstanden sind.
  • „Verzeichnis der Verschleppten“ („Списки угнанных“)
    Das Portal dokumentiert und veröffentlicht Listen von „Ostarbeitern“, die zwischen 1941 und 1944 zur Zwangsarbeit im Dritten Reich eingesetzt wurden. Ziel des Projekts ist es, Archivdokumente zur Geschichte der Zwangsarbeit online zugänglich zu machen. Das Projekt recherchiert in russischen Archiven nach Listen von Zwangsarbeitern, veröffentlichen sie auf der Website und verknüpft sie auf einer interaktiven Karte mit Toponymen.
  • „Das Recht auf Heimkehr“ („Право вернуться домой“)
    Sonderprojekt „Recht auf Heimkehr“, versucht den in den Lagern des GULag Geborenen und ihren Familien zu helfen, an ihre früheren Wohnorte zurückzukehren – dorthin, wo die Opfer der Repression durch den Staatsterror vertrieben wurden.
  • Katalog von Memoiren aus dem Archiv der Gesellschaft Memorial („Каталог мемуаров архива общества Мемориал“
    Das Webportal enthält Annotationen und gescannte Versionen von Erinnerungen von Häftlingen und Mitarbeitern des sowjetischen Lagersystems aus dem Archiv von Memorial. Dazu gehören bisher unveröffentlichte Memoiren sowie frühe oder überarbeitete Fassungen bereits veröffentlichter Bücher.
  • OSKOLKI. How Moscow speaks on the History of Political Repressions
    Das Portal präsentiert diverse Formen des materiellen städtischen Gedächtnisses an die sowjetischen politischen Repressionen und an die Menschen, die diesen Repressionen ausgesetzt waren. Dazu gehören Denkmäler, Gedenktafeln, Gedenkzeichen, Museen und Gedenkstättenkomplexe, die seit den 1960er Jahren in Moskau entstanden sind und die verdeckt oder explizit von den Repressionen auf den Straßen der Stadt sprechen. Das Portal analysiert die verschiedenen Arten, wie im modernen Moskau über den sowjetischen Terror gesprochen wird und versucht die Antworten zu visualisieren.
  • „Es ist genau hier. Moskau: Topografie des Terrors“ (Это прямо здесь: Москва. Топография террора.
    Das Webportal dokumentiert die Topografie des Terrors in Moskau. Das Portal stellt zugleich eine Karte, ein Adressbuch und eine Datenbank über sowjetischen Terror und Unfreiheit in Moskau dar. Das interaktive Projekt versucht die Unfreiheit des Individuums unter den Bedingungen des sowjetischen Staates begreifbar zu machen.

Das Portal dekoder.org bietet zahlreiche Stimmen aus Russland in deutscher Übersetzung sowie inhaltliche Hintergründe zu Memorial. Die Plattform Dekoder.org wird aus Fördermitteln der Bundesstiftung Aufarbeitung mitfinanziert.

Auf der Webseite der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es weitere Beiträge zu Memorial:

Die Zeitschrift Osteuropa hat den Blog „Fokus Memorial“ zusammengestellt und verlinkt hier eine Reihe von Artikeln, die in der Zeitschrift über Memorial erschienen sind:

Fokus Memorial

    Die Russland-Analysen haben Memorial ein eigenes Heft gewidmet. Von der Bundeszentrale für politische Bildung wurden es als Lizenzausgabe als Web-Version herausgebracht:

    Auf der Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung befindet sich unter anderem ein filmisches Porträt über die von Memorial mitinitiierte und 2014 zwangsweise verstaatlichte, mit behördlich eingesetzter neuer Leitung und inhaltlich entsprechend beeinflusste Gedenkstätte Perm-36.

    „Perm36“ – einzige GULAG-Gedenkstätte Russlands, auf dem Gelände eines authentischen Straflagers

    In der Körber-Stiftung berichtete Irina Scherbakowa 2017 und 2019 unter anderem über die Aktivitäten der Organisation Memorial in einem zunehmend restriktiven Klima in Russland und über ihre Motivation für ihr eigenes Engagement:

    Unter dem Motto „Woche des Gewissens“ organisierte Memorial im November 1988 in Moskau eine Ausstellung über Orte und Opfer stalinistischer Repression. Ein auf dem von Memorial International betriebenen Portal „Aus der Geschichte lernen“ (Урок истории – Russisch) veröffentlichter Text beschreibt, wie es zu der damals spektakulären Ausstellung kam und welche Resonanz sie hervorrief. Eindrücke von der Ausstellung sind in einem Video festgehalten:

    Die Bildungsplattform Arzamas (bietet ein breites Web-Angebot zu kulturellen und historischen Inhalten. Zu finden sind auch zahlreiche Themen aus den Tätigkeitsbereichen von Memorial, z. B.: