Motivation der Sammlung

Das Archiv unterdrückte Literatur in der DDR erforscht Texte, die in der DDR und SBZ nicht veröffentlicht werden konnten und daher bislang unbekannt waren. Es ergänzt den bisher bekannten Kanon der DDR-Literatur, der auch im Westen oftmals unkritisch von der offiziellen DDR-Literaturwissenschaft übernommen wurde. Die Sammlung dieser Autorinnen und Autoren wird aber zwangsweise fragmentarisch bleiben: Wie viele künstlerische Versuche abgebrochen, wie viele Lebensentwürfe in der DDR-Diktatur zerstört wurden, ist kaum mehr zu beantworten. 

Gesammelt werden 

•    literarische Texte, die in der DDR nicht veröffentlicht wurden
•    die Biografien der Autor/ innen 
•    zeithistorische Hintergrundmaterialien 
•    Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu damaligen Schreibbedingungen, Lebensumständen und individuellen Einstellungen der Autor/ innen 

Das Projekt von Ines Geipel und Joachim Walter wurde von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert. Es steht der Öffentlichkeit und für Forschungszwecke zur Verfügung.

Sie haben Hinweise und Informationen zu unterdrückter Literatur?

Die Archivgründer Ines Geipel und Joachim Walter bitten alle, die über Hinweise, Informationen, einzelne Texte oder Privatnachlässe verfügen, um Hilfe und freundliche Unterstützung des Projekts.

In das Archiv werden Texte und Autoren aufgenommen, die folgende Kriterien erfüllen:

• Autor/-innen ohne Publikation in der DDR
• systematisch verschwiegene Autorschaften
• nach Flucht, Freikauf oder Ausbürgerung öffentlich nicht wahrgenommene Autorinnen und Autoren
• Werkergänzungen bei entpolitisierten Teilveröffentlichungen in der DDR
Eine Reihe von Büchern

Ansprechpartner