Zwei Frauen sitzen auf einer Bank, über ihnen ein Schild zum Karl-Marx-Jahr 1983
n der Forschung wie in der Öffentlichkeit besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass das Ergebnis der Entwicklung in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) als eine diktatorische Herrschaft anzusehen ist. Diese war – das lehrt auch Österreich – kein »Selbstläufer «, sondern eine Diktaturdurchsetzung, die auf intentionalem Handeln gründete und einer Zielvorstellung bedurfte (»Diktatur des Proletariats«), die faktisch auf die Diktatur einer Partei hinauslief. Die KPD / SED wollte von Anfang an – und anders als vor 1933 – nicht Oppositions-, sondern Staatspartei sein und die Gesellschaft nach den Vorstellungen Marx’, Lenin und Stalin formen. Der Vortrag von Dr. Mike Schmeitzner, Hannah- Arendt Institut Dresden, wird zeigen, wie und unter welchen besatzungspolitischen Vorzeichen ihr das gelang und welche Veränderungen in der Herrschaftspraxis zu konstatieren waren.
Datum
03.11.10
Typ
Audio
Thema
SED
Parteien