Brunhildes Mutter mit ihren Kindern auf einem Berliner Hinterhof 1911, Brunhilde vorn stehend, die Kleinste.
Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 kamen Tausende Emigranten aus Deutschland in die Sowjetunion: Sozialdemokraten, Kommunisten, Gewerkschafter, Künstler und Intellektuelle. Während des „Großen Terrors“ wurden zwischen 1936 bis 1938 Tausende von ihnen verhaftet und unter absurden Vorwänden erschossen oder in die Lager des GULag deportiert.

Mit dem Hitler-Stalin-Pakt vom 23. August 1939 bis zum deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941 wurden weitere deutsche Kommunisten vom NKWD verhaftet und teilweise als Gesuchte an die Gestapo ausgeliefert. Unter ihnen war auch der Berliner Kommunist Rudolf Hebel, der mit seiner Frau Brunhilde in die UdSSR geflohen war. Rudolfs Hebels Spur verliert sich nach der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen, er kehrte nie heim. Mit Brunhilde Hebel sprach der Historiker Meinhard Stark 1991 in einem Interview über ihren Lebensweg und das Schicksal ihres Mannes. Das daraus entstandene Dokumentar-Feature erschien 2022 bei der Bundesstiftung Aufarbeitung.
Datum
16.08.22
Typ
Audio
Thema
Repression und Haft
Gulag

Dokumentar-Feature

Brunhilde und Rudolf Hebel – zwei deutsche Kommunisten in den Fängen von Gestapo und NKWD

Lebensstationen

Die Lebensstationen der Eheleute Hebel lassen sich anhand dieser Online-Karte nachverfolgen:
Lebensstationen von Brunhilde und Rudolf Hebel (Google Maps)

 

Brunhilde und Robert Hebel