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Podiumsdiskussion | Berlin
Ort der Veranstaltung

Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur
Kronenstraße 5
10117 Berlin

Zwischen 1935 und 1955 waren in den Straflagern der UdSSR schätzungsweise fünf Millionen Frauen inhaftiert. Darunter befanden sich junge Mädchen, Mütter und Hochbetagte aus allen sozialen Schichten und Nationalitäten der Sowjetunion sowie Europas. Die Moskauer Hauptverwaltung Lager ließ die Frauen nach den gleichen Normen wie Männer teils schwere Zwangsarbeit leisten, versorgte sie mit den gleichen Hungerrationen und zerlumpter Bekleidung und sperrte sie in die gleichen engen, unhygienischen Unterkünfte. Das Überleben war ein täglicher Kampf, ein fortwährendes Ringen, um aus der Arbeit, der wenigen freien Zeit, aus der Erinnerung oder dem Gespräch mit Kameradinnen etwas Mut und Kraft zu schöpfen. Gulag-Frauen aus zwei Generationen erzählen über ihre Hafterfahrungen; vier aus der Zeit zwischen 1938 und 1946 und zwei über ihre Gulag-Jahre zwischen 1947 und 1955.

 

Begrüßung

Dr. Anna Kaminsky, Bundesstiftung Aufarbeitung

Präsentation

Innenansichten eines sowjetischen Frauenlagers 1938-1946.

Ausschnitt aus einem Dokumentar-Feature mit den ehemaligen Gulag-Häftlingen

Ida Konrad, Gertrud Platais, Alice Schellenberg und Frieda Siebenaicher.

Interviews und Manuskript: Dr. Meinhard Stark

Zeitzeugengespräch mit

Rosel Blasczyk, Jg. 1928, in Sachsenhausen und im Gulag von Workuta inhaftiert 1947 bis 1955

Helga Sperlich, Jg. 1932, im Gulag von Workuta inhaftiert 1951 bis 1953

Moderation

Dr. Meinhard Stark, Historiker und Publizist, Berlin

 

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.

 

Veranstalter
Bundesstiftung Aufarbeitung
Thema
Gulag