Podcastreihe "East Side Stories"
Welche Fragen verbinden Jung und Alt? Welche Themen bleiben über Generationen hinweg dringend und relevant? Ob Umweltzerstörung, Strukturwandel oder soziale Polarisierung – viele unserer gesellschaftlichen Probleme sind nicht neu, sondern beschäftigen schon seit Jahrzehnten Politik und Gesellschaft. In Ostdeutschland spielten diese Themen gerade während der Umbruchszeit von 1989 und der anschließenden Transformationszeit eine zentrale Rolle.

Die Reihe „East Side Stories – Gespräche über Ostdeutschland“ erkundet, was sich in dieser Hinsicht in Ostdeutschland verändert hat. Hierfür kommen Vertreter unterschiedlicher Generationen miteinander ins Gespräch.
Datum
06.10.21
Typ
Audio
Thema
#RevolutionTransformation
Transformation

1. Folge: Medienlandschaft Ost

Im Zuge der deutschen Einheit veränderte sich die Medienlandschaft in Ostdeutschland tiefgreifend. Bis heute ist eine vermeintlich verzerrte Darstellung „ostdeutscher Themen“ in der Berichterstattung Ausgangspunkt gesamtdeutscher Kontroversen. Woran sich diese entzünden, was das für die Arbeit von Journalistinnen und Journalisten bedeutet und wie sich die Berichterstattung über Ostdeutschland eventuell ändern muss, darüber sprechen Marieke Reimann und Christoph Singelnstein.

 

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Christoph Singelnstein (*1955) war Kulturredakteur beim Berliner Rundfunk und wurde 1989 dessen geschäftsführender Intendant. Bis April 2021 war er Chefredakteur beim Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Marieke Reimann, geboren 1987 in Rostock, war von 2018 bis 2020 Chefredakteurin des Magazins "ze.tt" der ZEIT. Das Gespräch moderiert die Journalistin Tina Howard.

2. Folge: Strukturwandel Ostdeutschland

Wegzug, mangelnde Infrastruktur und fehlende Arbeitsplätze stellen ländliche Räume – insbesondere in Ostdeutschland – vor massive Herausforderungen. Aber wie lebt es sich eigentlich auf dem ostdeutschen Land und welche Ideen und Projekte werden dort gebraucht?
Darüber sprechen in dieser Folge der „East Side Stories“ Dr. Werner Henning, der seit 1989 Landrat im thüringischen Eichsfeld ist, und Julia Paaß vom Netzwerk Zukunftsorte in Brandenburg. Moderiert wird das Gespräch von Tina Howard.

 

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3. Folge: Umwelt- und Naturschutz in Ostdeutschland: von der DDR bis heute

Die Umwelt war in der DDR hochgradig verschmutzt. Das genaue Ausmaß der Belastung unterlag allerdings staatlicher Geheimhaltung. Für oppositionelle Gruppen war der Umweltschutz daher ein zentrales Thema. Der letzten und zugleich einzigen demokratisch gewählten DDR-Regierung gelang es 1990, ein innovatives und einmaliges Nationalparkprogramm umzusetzen und so große Teile des DDR-Territoriums dauerhaft unter Naturschutz zu stellen. Heute ist nicht allein auf Grund der Klimakrise der Umweltschutz weiterhin ein drängendes Thema, das unsere Gesellschaft vor neue Herausforderungen stellt. Mit Blick auf ihre Zukunft setzt gerade die junge Generation das Thema Umwelt- und Klimaschutz ganz oben auf die politische Agenda. Was lässt sich heute von 1990 lernen? Welche Maßnahmen wurden damals vielleicht verpasst und wie können die kommenden Herausforderungen bewältigt werden? Darüber sprechen Prof. Michael Succow und Frauke Gehrau in dieser Folge der „East Side Stories“.

 

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Michael Succow war stellvertretender Umweltminister der letzten DDR-Regierung und maßgeblich für das Nationalparkprogramm von 1990 verantwortlich. Frauke Gehrau kommt aus Brandenburg, hat in Cottbus studiert und lebt in der Lausitz. Sie engagiert sich für mehr Klimaschutz im Bundesvorstand der Naturfreundejugend. Das Gespräch moderiert Tina Howard.

Folge 4: Ostdeutschland aus (post)migrantischer Perspektive

Wie haben Migrantinnen und Migranten sowie deren Nachfahren in der DDR die Friedliche Revolution und die Jahre nach der deutschen Einheit erlebt? Diese Frage ist bis heute nur wenig öffentlich diskutiert worden. Wie hat der Fall der Mauer ihre Lebensbedingungen verändert? Mit welchen Herausforderungen sehen sie sich heute in Ostdeutschland konfrontiert? Darüber sprechen Adelino Massuvira João und Katharina Warda im vierten Teil der „East Side Stories“.

 

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Adelino Massuvira João kam mit 18 Jahren als Vertragsarbeiter aus Mosambik in die DDR. Er lebt und arbeitet seit 30 Jahren in Suhl und engagiert sich unter anderem für die Rechte der ehemaligen mosambikanischen Vertragsarbeiterinnen und -arbeiter. Katharina Warda wuchs als Tochter eines Südafrikaners und einer Deutschen in Wernigerode im Harz auf. Die Soziologin und Journalistin beschäftigt sich unter anderem mit der Situation von People of Color in Ostdeutschland. Das Gespräch moderiert Tina Howard.