Deutsche Emigranten im sowjetischen Exil

Zwischen 1918 und 1945 kamen Tausende Emigranten aus vielen Ländern nach Russland und in die Sowjetunion. Unter ihnen waren Fachleute für den noch jungen kommunistischen Staat ebenso wie politische Flüchtlinge. Nach der Machtübernahme 1933 durch die Nationalsozialisten kamen Tausende Emigranten aus Deutschland: Sozialdemokraten, Kommunisten, Gewerkschafter. Künstler und Intellektuelle. Während des „Großen Terrors“ (1936 bis 1938) wurden Tausende verhaftet und unter absurden Vorwänden erschossen oder in die Lager des GULAG deportiert. Auf den folgenden Seiten finden Sie unter anderem Informationen zu verfolgten Deutschen im Moskauer Gebiet, zur Auslieferung Deutscher aus der UdSSR an Nazi-Deutschland oder zur Remigration deutscher Emigranten nach 1945.

Autor und Stifter

Begründer der hier vorgestellten biographischen Übersichten zum Thema "Deutsche Emigranten im sowjetischen Exil" ist der 1935 geborene Jurist Dr. Wilhelm Mensing. Er war mehrere Jahre in verschiedenen Bundesministerien und der CDU-Fraktion des Deutschen Bundestags in Bonn tätig. Die innere Sicherheit gehörte zu einem seiner Arbeitsgebiete. Anfang der 1990er Jahre stieß Mensing auf das Buch „In den Fängen des NKWD“. Hierin fand er viele Hinweise auf Kommunisten aus dem Ruhrgebiet, die in der Sowjetunion Repressionen ausgesetzt waren.
Dr. Wilhelm Mensing

Liste deutscher Emigranten 1940

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommunistischen Internationale in Moskau erarbeiteten zum 1. Juli 1940 eine Liste deutscher Politemigranten, die als solche offiziell zwischen 1925 und 1940 anerkannt waren und in der Sowjetunion lebten.
Abbildung Gesamtliste deutscher Emigranten 1940

Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet

In seinem Buch „Von der Ruhr in den GULag. Opfer des Stalinschen Massenterrors aus dem Ruhrgebiet“ hat Wilhelm Mensing mehr als 200 Biographien betroffener Frauen und Männer nachgezeichnet. In der folgenden Übersicht hat er die verwendeten biografischen Quellen, aber auch Informationen aufgeführt, die erst nach der Veröffentlichung seines Buches zugänglich waren.
Gedenkstein für die Opfer des Stalinismus

Liste von Emigranten, die für die Rückführung nach Deutschland vorgesehen waren 1937/38

Um 1935/36 entwickelte sich in der Kommunistischen Internationale das Bemühen, die Emigration einzudämmen und die in der Sowjetunion lebenden Männer und Frauen zu überprüfen. Wessen Verbleib in der Sowjetunion nicht unabdingbar war, sollte das Land verlassen.
Denkmal Frauenlager ALSCHIR